Russisches Gericht gegen Madonna: „homosexuelle Propaganda“

von

Im August hatte Madonna bei einem Konzert in St .Petersburg zur Toleranz gegenüber Homosexuellen aufgerufen. Sie verteilte Armbänder als Zeichen der Solidarität und forderte „Respekt, Toleranz und Liebe“ für Schwule und Lesben in Russland.

Jetzt prüft ein Gericht in St. Petersburg eine Klage gegen Madonna. Wegen Verbreitung von „Schwulenpropaganda“. Ausserdem soll die Sängerin, weil sie auf ein orthodoxes Kreuz trat, die religiösen Gefühle der Konzertbesucher verletzt haben. Neun Kläger fordern 333 Millionen Rubel von der Sängerin und den Veranstaltern ein (etwa 8,2 Millionen Euro). Laut einer Interessengruppe der Klagenden seien „kolossale moralische Schäden“ entstanden.

Es gibt in der russischen Verfassung ein Gesetz, das sich gegen Homosexuelle richtet. Wer über Homo-, Bi- und Transsexualität aufklärt und damit laut Verfassung „Propaganda“ betreibe, muss mit Geldstrafen von bis zu 13.000 Euro rechnen.

Mehr zur MDNA-Tour von Madonna:

– Sie schrieb sich „Free Pussy Riot“ auf die Arme
– verärgerte Pariser Fans durch einen Auftritt, der teuer, aber kurz war
– entblößte sich
– bekam eine Anzeige von der rechtsextremen Marine Le Pen
– macht sich bei reichen Berlinern unbeliebt
– Sie bezeichnet Barack Obama als „Black Muslim“


Album-Streit um CCN: Amazon storniert Bestellungen von Fler-Fans
Weiterlesen