Silbermond setzen sich gegen Anti-Corona-Demos und rechte Gewalt ein

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Die Deutschpopband Silbermond stammt aus Bautzen. Die Stadt im Bundesland Sachsen fiel in jüngerer Zeit vor allem dadurch auf, dass in ihr auffällig viele Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren und teilweise auch vor Drohgebärden und Gewalt nicht zurückschrecken. Sängerin Stefanie Kloß und ihre Band wollen dies nicht länger dulden. Sie haben neben über 12000 anderen Mitbürger*innen einen offenen Brief namens „Bautzen gemeinsam“ unterzeichnet.

Im Interview mit ZDFheute haben Silbermond ausgeführt, warum sie die Aktion unterstützen und wo sie in Bautzen, Sachsen und Deutschland die größten Probleme sehen. Es gehe demnach nicht ausschließlich darum, dass sich die sogenannte schweigende Mehrheit endlich äußere. Das tue sie – die Minderheit sei bloß leider extrem laut und verbreite somit Hass und Hetze. Zwar lebten die Bandmitglieder seit Jahren in Berlin, doch wüssten sie nach wie vor genau, dass die Mehrheit der Menschen in Bautzen genau so denke wie sie. Die Geschehnisse bewerten sie als „unheimlich schlimm und traurig, weil wir unsere Heimatstadt anders kennen“. Meinungsfreiheit, so Kloß, höre dort auf, wo Menschen mit Fackeln Politiker*innen vor ihren Häusern bedrohen und das Wohl ihrer Mitmenschen in Gefahr gebracht werde.

Natürlich nagten die anhaltenden und wieder verschärften Maßnahmen gegen die Coronapandemie auch ihrer Substanz als Band, Veranstaltungen werden wieder gefährlich oder bis auf Weiteres unmöglich. Der Aufruf von Bassist Johannes Stolte dazu: „Wir haben funktionierende Impfungen und wir müssen die Impfquote hochkriegen. Deshalb können auch wir uns als Band nur dafür einsetzen und sagen, ‚Mensch Leute, lasst euch impfen‘. Das ist der einzige Weg, wie wir aus dieser drohenden Endlosschleife herauskommen können.“

Lest das komplette Interview hier nach.


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