So würde unsere Traumbesetzung für das „Dschungelcamp“ aussehen

Am 13. Januar ist es wieder so weit: RTL zeigt eine neue Staffel „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“, besser bekannt unter dem Namen „Dschungelcamp“ und dem Hashtag #IBES. Das zur Hochkultur hochgejazzte Trashformat hat auch in seiner elften Ausgabe ein buntes Potpourri an Kandidaten zu bieten: 2017 werden unter anderem Gina-Lisa Lohfink, Marc Terenzi, Thomas Häßler und ein paar wirklich unbekannte Z-Promis in den Dschungel einziehen. Wer IBES seit Jahren verfolgt, der weiß: Irgendwen graben sie immer aus, für den Rest gibt es TV-Formate wie „DSDS“, „Der Bachelor“, „Germany’s Next Topmodel“ und Co., deren wahrer Verdienst nichts anderes ist, als neue Gesichter für all die folgenden TV-Shows zu produzieren. So hält sich eine Branche selbst am Leben.

In der Vergangenheit listete „Dschungelcamp“-Gagautor Micky Beisenherz für uns bereits Musiker auf, die er gerne im Camp sehen würde. Ein paar hatten sich ja bereits dorthin verirrt. Nun dachten wir in der nach Klicks und Unterhaltung geifernden Online-Redaktion uns: So eine Liste können wir auch selbst erstellen. Eine, die nicht nur Musiker versammelt, sondern viel allgemeiner Menschen, die uns in den vergangenen Monaten positiv, negativ oder sonst wie aufgefallen sind. Und so schrieb sich folgende Liste wie von selbst. Deren Kandidaten eint allesamt: Es mangelt ihnen nicht an Sendungsbewusstsein, Medienerfahrung und Selbstbewusstsein, ganz im Gegenteil. Mitleid wie etwa bei „Schwiegertochter gesucht“ oder „Bauer sucht Frau“ täte also nicht Not.

Elmar Hörig

Für die jüngeren Leser: Hörig war einst ein kultisch gefeierter Radiomoderator. Sein Abstieg begann mit dem Versuch einer TV-Karriere und erreichte seinen vorläufigen Tiefpunkt gleichzeitig mit dem vorläufigen Höhepunkt der AfD. Nach etlichen rassistischen und populistischen Tweets und Facebook-Posts twitterte er im Dezember 2016 ein Foto von zwei Schokoweihnachtsmännern im Ku-Klux-Klan-Outfit, die einen Schwarzen (Schokolade, haha) hinrichten. Tweet und Account wurden mittlerweile gelöscht. So viel dummes und aufmerksamkeitserhaschendes Social-Media-Gefasel lässt hoffen, dass er im Camp ähnlich niveaulose Sprüche raushaut und damit nicht nur den Groll seiner Mitcamper, sondern auch des Publikums auf sich zieht. Was schon fast wieder zu erwartungsgemäß wäre.



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