CEO von Spotify: Kanye West bleibt, aber die Kommentare sind nicht okay

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Kanye Wests Musik verbleibt auch nach seinen antisemitischen Ausfällen bei Spotify. Wie der Streamingdienst mitteilte, müsse Wests Label selbst die Entfernung beantragen, Spotify könne das nicht entscheiden. Das teilte Daniel Ek, der CEO von Spotify, am Dienstag (25. Oktober) mit.

Ek seien die Tiraden Wests bekannt: die unhaltbaren Behauptungen über die Todesursache George Floyds, die Zurschaustellung von „WhiteLivesMatter“-Longsleeves sowie die judenfeindlichen Kommentare in Talksendungen und auf Twitter.

Dennoch ist Kanye Wests Musik auf der Streamingplattform verfügbar, denn „[e]s geht wirklich nur um seine Musik, und seine Musik verstößt nicht gegen unsere Richtlinien. Es liegt an seinem Label, ob sie Maßnahmen ergreifen wollen oder nicht“, sagte der Spotify-Boss gegenüber „Reuters“.

Was sagt Wests Label dazu? Def Jam, denen die Rechte jeglicher Songs von Kanye West zwischen den Jahren 2002 bis 2016 gehören und sich bis vergangenes Jahr noch um den Vertrieb kümmerten, teilten mit: „Für Antisemitismus gibt es keinen Platz in unserer Gesellschaft.“ Laut Daniel Ek hat Def Jam noch nicht um eine Entfernung seiner Alben und Songs gebeten. Auf Apple Music und YouTube Music sind die Lieder ebenfalls streambar.

Spotify entfernte 2018 die Musik von R.Kelly, der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde und eine Gefängnisstrafe absitzt, aus allen eigenen Playlists und sonstigen Empfehlungen.


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