The Doors The Doors

15 Die Aufnahmen für das Debüt-Album „The Doors“ begannen am 6. September 1966. Ein Jahr später, unmittelbar nach der Veröffentlichung des Albums und dem furiosen Erfolg der zweiten Single „Light My Fire“, waren die Doors die berühmteste aller amerikanischen Rockbands. Was war geschehen? Mitten in den brausenden Flower-Power-Rausch platzte die Platte einer Band, deren Musik eine dynamische Synthese aus Hardrock und Blues darstellte und deren Sänger Jim Morrison in seinen Texten dämonische Schreckens-, Todes- und Sex-Phantasien offen aussprach. Alles war stimmig: Dem Buch „The Doors Of Perception“ (Die Pforten der Wahrnehmung) von Aldous Huxley verdankten die Doors ihren Namen, die erste Single „Break On Through“ erzählte kaum verschlüsselt vom Versuch, mit Hilfe von Drogen die „Pforten der Wahrnehmung“ weiter aufzustoßen. „Take It As It Comes“ legte lakonisch Zeugnis ab von der Unabänderlichkeit des Schicksals, während „The End“ elf Minuten lang das Ende „des Lachens und des leichten Lebens“ heraufbeschwörte. Mit dem Erscheinen dieses Albums war Woodstock eigentlich schon überholt, noch bevor es stattgefunden hatte. „The Doors“ ist noch heute eine Platte wie ein dumpfer Paukenschlag, eine Platte, deren düstere Wucht und Kraft irritiert und doch unglaublich fasziniert.

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