The Schramms: Songs statt Geschrammel


Sein Name klingt deutsch. Aber Dave Schramm, amerikanischer Gitarrist und Songschreiber aus Hoboken. kann sich an keinerlei deutsche Ursprünge erinnern. Sicher ist jedoch, daß dieser Dave Schramm mit elf Jahren die klanglichen Eigenarten der Gitarre zu erforschen begann. Mit dermaßen viel Leidenschaft und Hingabe, daß er zehn Jahre später zum gefragten Session-Musiker in seiner Heimatstadt avancierte. Sein erstes ernstzunehmendes Engagement erhielt er bei der Kultband Yo La Teneo, doch das hatte nicht lange Bestand. „Es gab kein böses Bim oder so, aber ich spürte, daß die Musiker vor allem am Sound interessiert waren. Ich hingegen bevorzugte schon immer den traditionellen Weg — das Schreiben von Songs mit Refrain und Strophe.“ Nach dem Split begnügte sich Schramm nicht mit Gastrollen bei den Replacements, Peter Holsapple/Chris Stamey und Myra Holder — es mußte endlich eine eigene Band her. Mit dem Quartett The Schramms veröffentlichte er 1990 das Debüt WALK TO DELPHI, eine Platte, auf der Feedback-Passagen, Instrumentals und lockerer Folkrock gleichermaßen Platz fanden. „Rückblickend bin ich nicht ganz zufrieden mit dem Album.“ Weitaus mehr glaubt Schramm mit der neuen LP ROCK. PAPER SCISSORS, DYNAMITE erreicht zu haben: „Wir haben fünfzehn Monate im Studio verbracht, ehe die Platte fertig war. Es gab eine Menge Streitigkeiten über Detailfragen, so daß unsere Existenz heute fast ein Wunder ist. Aber ich glaube, wir sind als Bund gestärkt aus den Konflikten hervorgegangen. „