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Trump begnadigt Ex-Label-Chef von Death Row Records

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Die letzten Minuten seiner Amtszeit nutzte Donald Trump, um sowohl angeklagte Straftäter als auch Inhaftierte durch eine Begnadigung zu entlasten. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um Personen handelt, von denen der scheidende US-Präsident in Zukunft profitieren könnte. Nach den Rappern Lil Wayne und Kodak Black erhielt ein weiterer bekannter Name aus der HipHop-Welt Trumps Segen: Der Death Row Records-Mitbegründer Michael ‘Harry-O’ Harris.

Snoop Dogg hatte wohl seine Finger im Spiel

Der Mitgründer des legendären HipHop-Labels Death Row Records, bei dem in den 1990er Jahren Rap-Größen wie Tupac Shakur, Dr. Dre und Snoop Dogg unter Vertrag waren, saß bereits 32 Jahre wegen versuchten Mordes und Kokainschmuggel in einem Gefängnis in Kalifornien. Snoop Dogg soll letztlich einen großen Beitrag für die nun anstehende Begnadigung seines Ex-Label-Chefs geleistet haben. Berichten zufolge konnte der Rapper mit der Hilfe von Ivanka Trump, Jared Kushner und einer Auswahl von Aktivisten für Justizreformen Trumps Entscheidung beeinflussen. Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, soll sich gegen die Begnadigung von Michael Harris ausgesprochen haben. Trump ließ sich in dieser Angelegenheit jedoch offenbar von seiner Familie überzeugen.

Trump begnadigte bereits Rapper und Produzenten

Eine weitere Person, die sich für die Freilassung von Harris einsetzte, war die Anwältin Alice Johnson. Johnson selbst wurde im Jahr 2018 von Trump nach einer langen Haftstrafe, die ihr im Zusammenhang mit Drogenschmuggel auferlegt wurde, begnadigt. Der Fall rund um den HipHop-Produzenten Weldon Angelos, ebenfalls ein Bekannter von Snoop Dogg, der erst kürzlich von Donald Trump begnadigt wurde, soll Johnson auf den Fall von Michael Harris aufmerksam gemacht haben. Angelos und Snoop hatten den Fall gemeinsam im Fernsehen diskutiert.

Harris selbst soll sich Berichten zufolge während seiner Zeit im Gefängnis zum politischen Aktivisten entwickelt haben, der sich für eine Gefängnisreform einsetzt. Auf der Website des Weißen Hauses heißt es außerdem zu der Begnadigung: „Mr. Harris hat seit drei Jahrzehnten eine vorbildliche Gefängnisbilanz. Als ehemaliger Unternehmer hat er Mithäftlinge betreut und unterrichtet, wie man Unternehmen gründet und führt.“

Zuletzt durften sich die Rapper Lil Wayne und Kodak Black über eine Begnadigung durch Trump freuen. Beiden wird illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Während Kodak Black seine Haftstrafe schon abbüßte, hätte Lil Wayne nächsten Monat verurteilt werden sollen. Bis zu zehn Jahre hätte er hinter Gittern wandern müssen.


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