Überlebende der Yellow Dogs veröffentlichen Statement

Nach dem Mord an den beiden Musikern von The Yellow Dogs und einem ihrer Freunde durch ein Ex-Mitglied der Free Keys veröffentlichen die überlebenden Mitglieder der Band ein Statement: Via Pitchforkmedia versuchen Siavash „Obash“ Karampour und Koory Mirzeai – unter Hilfe ihres Managers Ali Salehezadeh – sowie Pooya Hosseini von der befreundeten Band Free Keys und die beiden Straßenkünstler Icy and So ihre Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. Sie kondolieren darin den betroffenen Familien und geben sich dankbar für die überwältigende Unterstützung nach dieser Tragödie. Auch zeichnen sie den Weg der beiden befreundeten Bands The Yellow Dogs und der Free Keys nach, die sich 2006 im Iran trafen.

Der Täter, Ali Akbar Mohammadi Rafie, sei für einen kürzeren Zeitraum Mitglied bei den Free Keys gewesen, danach habe man, im Mai 2012, die Zusammenarbeit mit ihm wegen persönlicher Differenzen gestoppt. Sowohl die Free Keys als auch die Yellow Dogs hätten in der darauffolgenden Zeit keinen Kontakt zu Ali Akbar gehabt. Erst in der Tatnacht habe man den Musiker wiedergetroffen, der sich nach dem Mord selbst richtete. In einer Gefühlslage zwischen Trauer und Wut schreiben die überlebenden Musiker schließlich: „Wir sind immer noch hier, atmen noch, aber mit einem klaffenden Loch in unseren Herzen.“

Der Mord sei umso schmerzlicher, da für die Opfer zu diesem Zeitpunkt die Zukunft sehr aussichtsvoll erschien: „Ali Eskandarian hatte beinahe seine Memoiren fertig, Arash hatte gerade politisches Asyl vom Iran erhalten und Soroush war schwer beschäftigt, neues Material von den Yellow Dogs aufzunehmen.“ Doch die wundervollen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit könne ihnen niemand nehmen. Zusammen möchte sie weiter Musik machen, „noch leidenschaftlicher und intensiver als jemals zuvor.“

Gegenwärtig plane man eine Gedenkveranstaltung für die ermordeten Freunde. Die Überlebenden haben übrigens ein Spendenkonto eingerichtet – finden kann man es hier.


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