11 Fakten über Prince, die ihr jetzt kennen solltet
Echter Name, geheime Konzerte, 1.000 unveröffentlichte Songs – lernt hier alles über Prince.
Hättet ihr diese Facts über Prince gewusst? Testet hier eurer Wissen!
1. Die ganze Wahrheit
Prince heißt wirklich so. Er wurde am 7. Juni 1958 als Prince Rogers Nelson in Minneapolis geboren und nach dem Prince Rogers Trio benannt, der Jazzband, in der sein Vater John L. Nelson Piano spielte und seine Mutter Mattie Shaw Sängerin war.
2. Wer ist Austra Chanel?
Man kannte ihn unter verschiedenen Namen. In seiner kreativen Hochzeit in den 80ern als Produzent, Gastmusiker und Songwriter für andere benutzte Prince eine Reihe von Pseudonymen: unter anderem Camille, Jamie Starr, Alexander Nevermind, Joey Coco, Austra Chanel und Christopher, unter dem er den Bangles-Hit „Manic Monday“ geschrieben hat.
3. Multi!?
Den Ruf als Multiinstrumentalist verdankt Prince den Liner Notes seines ersten Albums FOR YOU (1979). Dort sind 27 „verschiedene“ Instrumente aufgeführt, die der damals 21-Jährige gespielt hat, darunter auch „Vocals“ und „Handclapsandfingasnaps“. Bei näherer Betrachtung lassen sich die Instrumente, die Prince beherrscht, auf die drei Obergruppen Gitarre (und Bass), Tasteninstrumente und Schlagzeug (und Percussion) reduzieren – was ja nicht weniger „multi“ ist.
4. The Artist Formerly Known As Prince
Man kannte ihn eine Zeit lang unter keinem Namen. Wegen eines Streits mit seiner Plattenfirma Warner Brothers um die Übertragung der Vermarktungsrechte seiner Musik fühlte sich Prince nicht nur als „Slave“, was er medienwirksam auf seine Wange schrieb, sondern legte aus Protest seinen Namen ab. Vom 7. Juni 1993 bis zum 16. Mai 2000 war das „Love Symbol“, eine Kombination aus den biologischen Zeichen für Mann und Frau, sein „Name“. Weil dieser unaussprechlich war, bedienten sich die Medien solcher Hilfskonstruktionen wie The Artist Formerly Known As Prince (TAF-KAP), The Artist und Symbol.

5. Der Frauenbeglücker
Den Ruf als celebritischer Frauenbeglücker verdankte das 1,60 Meter kleine Mulititalent seinen zahlreichen Eroberungen, die sich oft aus fruchtbaren musikalischen Kollaborationen entwickelten – unter anderem Carmen Electra, Vanity, Apollonia Kotero, Sheena Easton, Ingrid Chavez, Kim Basinger, Susanna Hoffs (The Bangles) und Nona Gaye (Tochter von Marvin Gaye) waren um den Austausch von Körperflüssigkeiten mit ihm bemüht.
Prince war zweimal verheiratet. Von 1996 bis 1999 mit der Backingsängerin und Tänzerin Mayte Garcia. Und von 2001 bis 2006 mit Manuela Testolini, einer ehemaligen Angestellten seiner Paisley-Park-Organisation.
6. Die Übersexualisierung
Die Texte von Prince zeugen von einer gewissen Übersexualisierung, die der Künstler in Interviews guten Gewissens leugnen konnte, weil die Botschaften oftmals chiffriert und codiert wurden. So blieb es der Fantasie der Hörer:innen überlassen, was er in Songs wie „Clockin‘ The Jizz, „Come“, „Cream“, „Da Bang“, „Do Me, Baby“, „Gett Off‘, Head“, „Scarlet Pussy“ und „Soft And Wet“ hineininterpretiert.
7. Stichwort Parental Advisory
Den Warnhinweis „Parental Advisory – Explicit Lyrics“ auf Plattencovern haben wir ihm zu verdanken. Nachdem Tipper Gore, Ehefrau des US-Senators und späteren Vizepräsidenten Al Gore, ihrer damals zwölfjährigen Tochter Karenna das Album PURPLE RAIN geschenkt und den Text des Songs „Darling Nikki“ gehört hatte („I knew a girl named Nikki / I guess you could say she was a sexfriend / I met her in a hotel lobby masturbating with a magazine“) gründete sie 1985 die „Parent’s Music Resource“. Nach einer Senatsanhörung verpflichteten sich die Plattenfirmen in den USA zur Kennzeichnung von Platten mit „jugendgefährdenden“ Inhalten.
8. Die Exklusivität
CRYSTAL BALL war 1997 das erste Album eines Mainstream-Musikers, das „exklusiv“ über das Internet vertrieben wurde. Dafür erhielt Prince von der International Academy Of Arts And Sciences den „Webby Lifetime Achievement Award“. Nur: Viele Online-Besteller:innen hatten die 3-CD-Box auch dann noch nicht erhalten, als sie wider Erwarten regulär in den Plattenläden zu kaufen war.
Apropos neue Vertriebswege: Das Album PLANET EARTH lag im Juli 2007 als kostenlose Beilage der britischen Zeitung „The Mail On Sunday“ bei. Zur Freude des damaligen Prince-Vertriebspartners Sony BMG.
9. Der Dauerarbeitende
Prince war Workaholic. In einem Tresorraum im Paisley Park sollen bis zu 1000 unveröffentlichte Aufnahmen lagern. Nach seinen regulären Konzerten gab er oft „secret gigs“ in kleinen Clubs, in denen er mit seiner Band stundenlang jammte und die Songs seiner Vorbilder – Sly Stone, Miles Davis, Marvin Gaye – coverte. Die Aftershow-Konzerte galten unter Hardcore-Prince-Fans als the real shit.
10. Transgenderism
Prince hat das Wort „Transgenderism“ mit Leben erfüllt, als es noch nicht zur postmodernen Nomenklatur hipper Artschool-Typen gehörte. Er betrieb ein Spiel mit traditionellen Geschlechterzuweisungen in Songtexten, Outfits, seinem Gesangsvortrag und mit dem „Love Symbol“.
11. Die Support-Sache
1981 bei zwei Konzerten im Los Angeles Coliseum als Support der Rolling Stones wurde Prince von der Bühne gebuht. Sein Outfit – hochhackige Stiefel, Bikinihöschen, Leg Warmer und Trenchcoat – war den Stones-Fans ein bisschen zu wenig echter Rock’n’Roll.







