Welcome To The Jungle: Die 5 besten neuen alten Songs von Guns N‘ Roses

Am 29. Juni ist neue Musik von Guns N‘ Roses erschienen, die so neu gar nicht ist: „Appetite For Destruction – Locked N ‚Loaded/Super Deluxe Edition“ ist das, was sein Name verspricht – eine gewaltige Ausgabe eines der gewaltigsten Hardrock-Alben, mit dem Axl Rose zum letzten überlebensgroßen Rockstar aufstieg.

Wie das auf Deluxe-Editionen so üblich ist, wartet auch diese Neuauflage mit einigen etlichen Bonustracks auf – auf vier CDs sind 73 Songs erschienen, 49 davon bisher unveröffentlicht. Hier die fünf besten neuen alten Songs von Guns N‘ Roses:

„November Rain“ (Piano Version)

Unglaublich, wie ausformuliert der 1992er-Welthit bereits 1986 war! In dieser mehr als zehnminütigen Pianoversion sind alle Harmoniegesänge und sogar der dramatische Schluss angelegt. Zwar noch ohne Slashs ikonisches Solo und ohne Streicher, dafür mit ein paar später gestrichenen textlichen Füllseln ausgestattet, hatte Rose sein komplexes Meisterwerke früh zu Ende gedacht. Fast erschreckend, in welchem kreativen Wirbelsturm, der die Sex Pistols und Elton John zusammenwarf, er sich Mitte der 80er befunden hat!

„Heartbreak Hotel“ (1986 Sound City Session)

In der bislang in Fankreisen zirkulierenden Demofassung skandiert Rose zu Beginn: „Elvis is dead!“. Empfahl er sich damit als Nachfolger des King? Egal, Hauptsache, er lässt es auf dieser Fassung bleiben und lenkt nicht mit Albernheiten von der wohl besten, weil eigenständigsten Coverversion der Gunners ab. Schon ab dem Bottleneck-Intro des peitschenden Rockers vergisst man das süffisant schäkernde Original.

„Jumpin‘ Jack Flash “ (Acoustic Version)

Acht Jahre später sollten die Streitigkeiten über ihre (überflüssige) Fassung eines anderen Stones-Klassikers, „Sympathy For The Devil“, das Ende der Band einläuten. Mitte der 80er waren GN’R eine vor Selbstbewusstsein strotzende Gang, die respektvoll, aber hemmungslos die Blues Elemente dieses Song unterstrich, mit dem Stones nach Ausflügen in psychedelischen Barock-Pop auf den Erdboden zurückkehrten.

„Whole Lotta Rosie“ (Live)

Im Outro des vorangehenden „Knockin‘ On Heaven’s Door“ macht Rose sich über Vergleiche des „Melody Maker“ zwischen seiner Band und AC/DC lustig: „I ain’t no Bon Scott, but that sounds like a whole lotta Rosie to me.“ Hätte er damals nur geahnt, in welcher Position er diesen Song 30 Jahre später singen sollte…

„Shadow Of Your Love“

Der als neue Single promotete Song ist einer der ältesten im Katalog der Gunners und datiert sogar von diesem: Bereits mit Hollywood Rose hatten Hose und Izzy Stradlin ihn im Programm, der 1987 in einer falschen Liveversion auf der Guns N’Roses-EP und 1991 als B-Seite von „Live And Let Die“ erschien. Hätte sich gut auf der APPETITE-Tracklist gemacht, wenn diese nicht eh makellos wäre.


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