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Festivalnachbericht

Weshalb wir uns in das Roskilde Festival 2017 verliebt haben

Rund 130.000 Menschen über acht Tage hinweg zu bespaßen und mehr als nur ein paar wenige Bands und Bierstände zu bieten, ist eine Mammutaufgabe, der sich die Veranstalter des in Dänemark angesiedelten Roskilde Festival Jahr für Jahr stellen. Sie selbst werben nicht mit der bloßen Festival-Erfahrung, sondern sprechen von einer Woche voller „freedom and togetherness“. Und dieser Zusammenhalt ist es, der sich auf dem riesigen Gelände in Roskilde, das während der Festivalzeit zur viertgrößten Stadt Dänemarks mutiert, bemerkbar macht. Auf den Leinwänden prangen nach Konzerten nicht etwa Werbung und Anweisungen, sondern so etwas wie ein Leitspruch: „Take care of each other“.

Gemeinsam können die Besucher beim Roskilde Festival nicht nur Musik auf der berühmten Orange Stage und den weiteren kleineren Bühnen entdecken, sondern auch eine Fülle an Kunst, Essen aus allen möglichen Ländern, können sich in der „Dream City“ ihre eigene Vision einer Stadt aufbauen oder werden zu Aktivitäten motiviert wie zum Beispiel eigene Seife herstellen. Das Festivalgelände ist trotz seiner Größe und der Vielzahl an Besuchern, die sich darauf tummeln, erstaunlich übersichtlich, die Bühnen gut erreichbar, an jeder Ecke kann man ein weiteres Details entdecken, das das Roskilde Festival zu einer besonderen Erfahrung machen soll.

Die Liebe zum Detail weitet sich auch auf das Line-up aus, denn das besteht aus einer bemerkenswert geschmackvollen Vielfalt. Neben Headlinern wie The xx und Arcade Fire kann es schon mal vorkommen, dass Oathbreaker sich mit ihrem Postcore mit Blackmetal-Einschlägen auf der einen Bühne verausgaben, während wenige Meter weiter Rapper Gucci Mane einen Haufen 18-Jähriger ziemlich glücklich macht und die überdachte Bühne fast zum Platzen bringt.

Vor der Orange Stage beim Roskilde Festival
Vor der Orange Stage beim Roskilde Festival

Wir haben uns an drei der acht Festivaltage für Euch zwischen den insgesamt neun Bühnen treiben lassen, sind durch den Schlamm gewattet, haben im Regen getanzt und sogar ein bisschen dänisch gelernt. Die folgenden Auftritte mögen vielleicht nicht die „besten Auftritte des Festivals“ gewesen sein, zählen aber zu unseren Highlights des Roskilde Festival 2017.

Lorde

Lorde, Roskilde Festival 2017

Krists Luhaers
Joseph Okpako Redferns


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