Highlight: Filme 2020: Das werden die Kino- und Streaming-Highlights des Jahres

„Suicide Squad“: Wir haben die Mitglieder nach Sinnlosigkeit sortiert

Gerade ist „Suicide Squad“ in Deutschland bei Netflix erschienen. Um die Comic-Verfilmung ist zuletzt ein riesiger Hype entstanden – wie bei jedem Superhelden-Film der letzten Jahre. Kurz vor dem US-Kinostart Anfang August 2016 kamen dann die ersten Kritiken. Fazit: Der Film ist schlecht. Schade, dabei sahen die Trailer und Clips um die Hauptdarsteller Will Smith und Margot Robbie vielversprechend aus.

Den Fans war es egal. „Suicide Squad“ von Regisseur David Ayer brach August-Rekorde, spielte über 600 Millionen Dollar ein. Doch auch vielen Fans von Comic-Verfilmungen dämmerte es, dass der Film nicht annähernd sein Potenzial ausschöpfen konnte. Grund hierfür ist wieder einmal auch die hohe Anzahl an Charakteren. Seit geraumer Zeit folgen Comic-Verfilmungen dem Trend, nicht nur einen Helden in den Mittelpunkt zu stellen, sondern gleich ein ganzes Team auf eine Mission zu schicken.

Was bei den „Avengers“ von Marvel gut geklappt hat, ging bei „Captain America: Civil War“ gerade noch so gut, da zumindest fast alle Figuren bereits aus anderen Filmen bekannt waren. Und bei „Suicide Squad“? Nun ja. Da laufen prominente Namen ohne viel Hintergrundgeschichte und vor allem ohne jegliche Motivation durch eine zerstörte Großstadt und töten gesichtslose Schurken, die einem (langweiligen) Videospiel-Level entsprungen scheinen.

Die Plakate und Trailer zu „Suicide Squad“ sind voller Gesichter, Namen und Fähigkeiten. Wir haben den Film bereits gesehen und können Euch sagen, welche Figur wirklich wichtig ist und wer eigentlich nur für ein paar hübsche Poster in den Film gequetscht wurde – und ihn dadurch zu dem zerstückelten Debakel macht, das „Suicide Squad“ letztendlich ist. Dabei beginnen wir mit dem unnötigsten Charakter des Films:

11. Slipknot (Adam Beach)

Nachdem alle Charaktere bereits vorgestellt wurden, steigt Slipknot, der „auf alles hochklettern kann“ aus einem Auto und boxt eine Frau um. Hat man Lust auf diesen Antihelden? Nein. Deshalb stirbt er auch nach zwei Szenen. Da war selbst Martin Freeman in „Civil War“ wichtiger.

10. Katana (Karen Fukuhura)

„Suicide Squad“ hat ein sehr gestörtes Verhältnis zu Frauen. Gleich zwei Mal werden sie für einen kurzen Gag geschlagen, Margot Robbies Hintern wird stellenweise zum selbstständigen Darsteller. Und Katana? Darf gefühlt kein Wort sagen und der Gruppe nur brav hinterherlaufen.

9. Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Ajbaje)

Sollte wohl ein sympathisches Monster werden. Im finalen Film bleibt nur ein wortkarger Krokodilsmensch, der an einer entscheidenden Stelle, wenn es in einen gefluteten Tunnel geht, immerhin einen Nutzen hat.



Filme 2020: Das werden die Kino- und Streaming-Highlights des Jahres
Weiterlesen