Ye verteidigt Zusammenarbeit mit Marilyn Manson und DaBaby – und greift „MeToo“-Bewegung an

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Ye, ehemals Kanye West, hat in einem Interview seine Zusammenarbeit mit den umstrittenen Musikern Marilyn Manson und DaBaby verteidigt und dabei die „MeToo“-Bewegung scharf kritisiert. Laut Ye könne diese „nicht uns alle canceln“. Er zog ausserdem Vergleiche zu George Orwells Dystopie-Klassiker „1984“.

Manson und DaBaby zuletzt heftig kritisert

Kanye West gab sich erneut die Ehre für ein ausgiebiges Interview. Ye, der bekannt für seine ausschweifenden Rants ist, verteidigte dabei seine Zusammenarbeit mit Marilyn Manson und Rapper DaBaby. Mit beiden hatte er an seinem aktuellen Studio-Album DONDA gearbeitet und ist mit ihnen im Rahmen seiner Promo-Shows auch öffentlich aufgetreten. Bei einem dieser Auftritte sprach DaBaby unter anderem davon „gecancelt“ worden zu sein.

Manson, der mit bürgerlichem Namen Brian Warner heißt, wurde im vergangenen Jahr von mehreren Frauen der sexuellen Nötigung, des Fehlverhaltens und des Missbrauchs beschuldigt. Unter anderem von seiner ehemaligen Partnerin Evan Rachel Wood. Er hat die Anschuldigungen bestritten und sie als „schreckliche Verzerrungen der Realität“ bezeichnet. DaBaby rückte in den Fokus der Kritiker, nachdem er auf dem Rolling Loud Festival in Miami homophobe Äußerungen von sich gegeben hatte.

Ye hält offenbar wenig von #MeToo

Angesprochen auf die beiden problematischen Künstler sage Ye nun: „All dieses MeToo… Wenn ich neben Marilyn Manson und DaBaby sitze, gleich nachdem sie beide gecancelt wurden, für fünf Songs, weißt du, dann es ist so, dass sie uns nicht alle canceln können“.

Weiter gab Ye zu Protokoll: „Sie (#MeToo-Aktivist*innen) werden dich mit den Anschuldigungen von jemandem konfrontieren, mit dem du vor 10 Jahren zusammen warst.“ Er fuhr fort: „Und es gibt auch Frauen, die wirklich schlimme Dinge durchgemacht haben, die gegen ihren Willen in Gassen gezogen wurden – das ist etwas anderes als eine Umarmung, aber es wird als dasselbe eingestuft.“ Es geht um Macht und Politik. Sie wissen schon, machthungrige Verrückte und einfach nur Kontrolle. Das ist die Gedankenkontrolle von 1984, in der wir uns befinden.“

Das komplette Interview gibt es auf YouTube:

Immer wieder seltsame Aussagen

Yes Äußerungen dürften erneut kontrovers diskutiert werden. Nicht zum ersten Mal, fällt er doch gefühlt beinahe monatlich mit schrägen Aktionen oder Aussagen auf. Man erinnere sich nur an seine Aussage „slavery was a choice“ oder seine Pläne, US-Präsident werden zu wollen. Auch sein zwischenzeitlicher Flirt mit Ex-Präsident Donald Trump, inklusive der seltsamsten Medienrunde, die das Oval-Office wohl jemals zu Gesicht bekam, bleiben unvergessen.


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