Zigarettenstummel von Serge Gainsbourg kommen unter den Hammer

Der Ausverkauf um Serge Gainsbourg geht in die nächste Runde: Nachdem im vergangenen Jahr bereits rund 7.700 Euro mit handgeschriebenen Einkaufslisten des im März 1991 verstorbenen Künstlers erzielt werden konnten, sollen nun Dinge, die auf den ersten Blick eher wie Müll erscheinen, den großen Erfolg bringen.

Beispielsweise ist für vier von Gainsbourgs Zigarettenkippen, verpackt in einer Kassettenschachtel, ein Preis von 500 – 700 Euro angesetzt. Die abgenutzten Nagelknipser wirken dagegen mit veranschlagten 50 – 80 Euro fast schon wie ein Schnäppchen.

Unter den Auktionshammer kommen außerdem diverse Fotos, Bücher und ein Telegramm an seine Frau und Mutter der gemeinsamen Tochter Charlotte Gainsbourg, die britische Schauspielerin Jane Birkin – deren Name spätestens seit der kontrovers diskutierten Single des Paares „Je t’aime … moi non plus“ in aller Munde sein sollte.

David Richard, ein Sprecher des Auktionshauses, gab im Interview mit The Guardian bekannt, dass es keine Leichtigkeit wäre einen angemessenen preislichen Rahmen für die zahlreichen Sammlerstücke zu finden, da sich schwer einschätzen lasse, wie viel Geld interessierte Bieter zu investieren bereit seien. Der außergewöhnlich hohe Gewinn aus den Einkaufslisten ließe jedoch Großes vermuten.

Erst im Sommer dieses Jahres hielt eine ähnlich groteske Geschichte Einzug in die Medien. Gerüchten zufolge spielte Pete Doherty mit dem Gedanken, Kippenstummel von Kate Moss, Bobby Gillespie und Amy Winehouse in seinem Second-Hand-Shop „Doherty & Martin: The Rag & Bone Collection“ zu verkaufen. Somit sollte ein eventuell bevorstehender Reinfall des im August erschienenen Babyshambles-Albums SEQUEL TO THE PREQUEL überbrückt werden.

Doherty nahm in der September-Ausgabe des Musikexpress Stellung und setzte damit falsche Behauptungen außer Kraft: „Das war ein Witz! Sollen sie’s doch für bare Münze nehmen – das tun sie ja immer. Glaubst du wirklich, ich hätte Kippen gehortet? Sie schrieben auch mal, ich hätte einem bewusstlosen Mädchen toxische Substanzen gespritzt. Glaubst du wirklich, ich sei zu so etwas fähig? Und trotzdem stand’s auf der Titelseite des fucking „Mirror“.“

Wie viel Ausbeute mit einer solch schrägen A(u)ktion letztlich erzielt werden kann, wird sich wohl erst im Fall Gainsbourg zeigen.


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