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Erster Trailer zu „Jane by Charlotte“ von Charlotte Gainsbourg

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Es muss Fluch und Segen zugleich sein, als Teil der Familie Gainsbourg geboren zu werden. Charlotte Gainsbourg hat nun einen ungewöhnlichen Weg gewählt, um das manchmal schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter Jane Birkin zu verarbeiten: Sie musste erst einen Film über sie drehen, damit die beiden sich offen aussprechen konnten.

Charlotte Gainsbourg: „Ich musste ihr nahe kommen.“

Jane Birkin genießt ja selbst zu Recht einen geradezu legendären Ruf als Sängerin und Schauspielerin. Birkin war von 1969 bis 1980 mit Charlottes Vater Serge Gainsbourg zusammen, danach lebte sie einige Jahre mit dem Regisseur Jacques Doillon zusammen. Um offen mit ihrer Mutter reden zu können, war der Film nötig, wie Charlotte Gainsbourg dem „Hollywood Reporter“ verriet: „Ich musste ihr nahe kommen, und das ging nur mit einem Vorwand. Sie mit einem Kamerateam zu besuchen, um für diesen Film mit ihr zu sprechen, war dieser Vorwand.“ Sie habe dabei mit „den Augen einer Tochter“ auf ihre Mutter schauen wollen.

Der Film ist „eine Liebeserklärung an meine Mutter“

Das Ergebnis dieser Gespräche ist nun ein impressionistischer Mix aus Mutter-Tochter-Gespräch- und Portrait. Das Charlotte Gainsbourgs Plan aufgegangen ist, bewies auch die erste Reaktion ihrer Mutter. Sie habe den Film erst zurückhalten wollen, weil sie das Interview in Teilen „gehasst“ habe. Die Fragen ihrer Tochter seien zu forsch und drängend gewesen. Am Ende, so Gainsbourg, habe Birkin aber eingesehen, dass ihre Tochter rücksichtsvoll mit dem gefilmten Material umgegangen sei und der Film „eine Liebeserklärung an meine Mutter“ sei, so Gainsbourg.

Der Film feiert am Donnerstag Premiere in Cannes. Schon heute gibt es den ersten Trailer:


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