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Zum Tode von Tom Petty: Was bleibt, ist das Positive

Es ist noch gar nicht so lange her, nicht einmal drei Monate, da gab Tom Petty mit den Heartbreakers ein Konzert im Londoner Hyde Park, das einzige seiner „40th Anniversary Tour“ in Europa. Es war ein milder Sommerabend; Stevie Nicks, die direkt davor selbst gespielt hatte, kam für „Stop Draggin’ My Heart Around“ auf die Bühne, ansonsten genügten sich Petty und die Heartbreakers selbst. Sie scherzen, warfen sich die Bälle zu, hatten sichtbar Freude an der Musik, spielten beinahe alle Hits. Inszeniert war da wenig, viel mehr war es so: Da hatte eine Handvoll guter Kerle in ihren Sechzigern einen spaßigen Abend – und tat alles, um die paar Zehntausend, die da unten auf den Wiesen standen, mitzunehmen. Die nahmen das Angebot dankbar an, und als nach gut zwei Stunden Konzert und „American Girl“ als letzten Song (der erste war „Rockin’ Around With You“) die Menge zu den U-Bahn-Stationen und in die angrenzenden Stadtteile strömte, hatte jeder einen anderen Hit auf den Lippen. An Hits mangelte es Tom Petty nicht.

Beatles und Stones nannte Tom Petty als frühe Einflüsse

Vielleicht brennt sich die Fähigkeit, so großartige Songs zu schreiben, in einen ein, wenn man so eine musikalische Sozialisation wie Petty besitzt. Als am 9. Februar 1964 die Beatles in der Ed Sullivan Show gastierten, saß auch der 13-jährige Tom Petty vor dem Fernseher seines Elternhauses in Gainesville, Florida. Für den unter einem gewalttätigenden Vater und Problemen in der Schule leidenden Teenager erschienen die Fab Four wie ein Rettungsanker: „Ich hatte vorher Bands gesehen – aber nie welche, die alles selbst machten. Die Sänger waren, die Musiker waren, und die auch noch ihre Lieder schrieben; diese Idee war mir noch nie gekommen. Ich dachte mir also: Man braucht nur vier Kerle, die ihre Instrumente beherrschen, und dann kann man damit anfangen. Und ab dann hat man Spaß.“ Auch die Rolling Stones nannte Petty gerne als frühen Einfluss. Sein erster Gitarrenlehrer war Don Felder, später bei den Eagles. Damit hätte man die Koordinaten des Petty-Sounds eigentlich festgezurrt: Westcoast-Rock trifft auf die Vokalharmonien der British Invasion. Dass Mudcrutch, die erste „richtige“ Band Pettys, in den frühen 70er-Jahren gerne mit den ebenfalls aus Florida stammenden Lynyrd Skynyrd zusammenspielte, mag ebenfalls seinen Einfluss auf den Klang gehabt haben.



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