Alben

Tindersticks 3.5 Stars
San Sebastian 2012

Live-Versionen der Songs des letzten Studio-Albums THE SOMETHING RAIN.

Foto: Nächstes Jahr wird man Tindersticks mit Fug und Recht eine alte Band nennen dürfen. Dann hat das Ensemble um Sänger und Songwriter Stuart A. Staples sein 20. Lebensjahr erreicht, was unter den derzeit geltenden Halbwertszeiten für Popmusik und deren Urheber zumindest eine gefühlte Ewigkeit ist. Mit dem jetzt erscheinenden Live-Album SAN SEBASTIAN 2012 halten Staples & Co. für einen Moment inne und beantworten sich und dem Publikum die Frage, wie die Songs des letzten Albums THE SOMETHING RAIN sich auf der Bühne anfühlten. Ganz gut, ganz relaxed, so darf die Antwort lauten. Bis auf das neunminütige Eröffnungsstück mit den gesprochenen Lyrics („Chocolate“) spielt die Band die komplette Platte fast in chronologischer Reihenfolge, von „Show Me Everything“ über den funky wirbelnden Popsong „This Fire Of Autumn“, der in einer neuen Version als Single veröffentlicht wird, bis zum finalen „Goodbye Joe“, das hier noch mehr nach einem Lost Track der genialen Young Marble Giants klingt als auf dem Album. Über weite Strecken aber bleiben Tindersticks den Studioversionen treu, sie werden so zum Dokument einer Band, die mit sich und ihrer Entwicklung im Reinen ist, beseelt von dem Gefühlskino, das immer schon in den Köpfen der Musiker spielte. Mehr als ein Fan-Album ist SAN SEBASTIAN 2012 trotzdem nicht geworden.

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