11 Fakten über Fatboy Slim


1 Er macht eine Tanzpause. Als Fatboy Slim hat Cook den Big Beat erfunden und im House aufgeräumt. Nun hat er keine Lust mehr auf Ringelpiez. Mit PAL00-KAVILLE kehrt er zu seinen Ursprüngen zurück (wenn auch nicht gleich bis zu den Housemartins). INoch) mehr Gesang gibt den Tracks traditionellen Songcharakter, durch Beiträge von Rapper Lateef aus dem Umfeld von DJ Shadow kommt auch Cooks alte Liebe zum HipHop zum Vorschein.

2 Liebeslieder sind nichts für ihn. Mit einer Ausnahme: „Put It Back Together“ vom neuen Album ist eine öffentliche Erklärung für Medien und Fans: Es sei zwischen ihm und seiner Frau, der Radiomoderatorin Zoe Ball, wieder alles im Lot. Das Celebrity-Paar hatte sich im letzten Jahr für einige Monate getrennt und es bislang vermieden, der gierigen britischen Regenbogenpresse Futter zu geben.

3 0ldies beflügeln seine Fantasie. 2003 veröffentlichte Stormin‘ Norman auf seinem Label Southern Fried den vorher sehr raren Elton-John-Song „Are You Ready For Love“. Inzwischen hört man, erstrebe ernsthaft eine Zusammenarbeit mit Showaddywaddy an. Die Band hat sich in den Siebzigern mit Neuauflagen von Rock’n’Roll-Hits einen zweifelhaften Namen gemacht.

4 Mit Dämon Albarn trinkt er besonders gern. Wie eng die Beziehung zwischen den beiden ist, zeigt Cooks Produktion von zwei Songs auf dem Blur-Album THINK TANK. Zuletzt trafen sie sich wieder auf einige Gläser in Normans Haus in Brighton, wo sie im Rausch die Melodie für „Put It Back Together“ schrieben.

5 Musikvideos sind für ihn das Allergrößte. Für das Spike Jonze-Video zu „Weapon Of Choice“ gab es einen Grammy, das von „Praise You“ wurde von MTV-Zuschauern zum besten seiner Art gewählt. Den hohen Standard will Cook halten. Er beauftragte den wählerischen Tim Pope (Soft Cell und vor allem: The Cure), den Clip zur neuen Single „Slash Dot Dash“ zu drehen.

6 Slash Dot Dash ist die wo. Single auf dem Dance-Kultlabel Skint.Jch hatte schon die erste Single auf Skint gemacht, da wollte ich natürlich auch die WO. haben. Hoffentlich wird es für dieses Label noch mindestens weitere WO Singles mehr geben. Der Song selbst ist mir natürlich auch wichtig. Er kommentiert eine neue Sprache, die sich aus dem Gebrauch von Computern und Mobiltelefonen entwickelt hat. Ich mag diese verbalen Entartungen nicht, deshalb klingt die Musik rebellisch wie bei meinetwegen den Buzzcocks oder White Stripes.“

7 Er ist Sotokünstler, Hilfe nimmt er trotzdem dankend an. „Ich habe einen guten Bekannten, der Musik sucht, die in Werbung Verwendung finden kann. Er wühlt sich ständig durch Plattenläden und Archive. Manchmal schickt er mir Platten und gibt mir Ratschläge, was ich samplen soll. Ich bezahle ihn ober nicht. Es ist ein Freundschaftsdienst. „

8 Den Kampf gegen moderne Technik hat er aufgegeben. Was Maschinen angeht, ist Cook altmodisch. Einen Computer neuerer Bauart besitzt er nicht, als DJ legt er ausschließlich Vinyl auf. Anders als viele Kollegen, die heute ihre Auftritte mit Laptops bestreiten. Aus diesem Grund bietet Cook Southern-Fried-Platten auf www.trax2burn.com auch als mp3s am. „Wenn man den Feind nicht besiegen kann, muss man zu ihm überlaufen.“

9 Er gibt keine Live-Konzerte. Ich werde weiterhin Fatboy, der DJ, sein. An eine. Fatboy Slim Show‘ ist nicht zu denken. Ich sehe keinen Grund, daran etwas zu ändern. Die Leute mögen ja, wie es ist. Niemand beschwert sich, wenn ich nicht meine eigene Musik spiele.“

10 Am liebsten spielt er am Strand. 2002 veranstaltete Cook am Strand seiner Heimatstadt Brighton das kostenlose Open Air „Big Beach Boutique“. Eine Neuauflage in diesem Jahr scheiterte an Bedenken von Behörden, die um die Sicherheit fürchteten (2002 gab es sogar zwei Todesopfer]. Für den nächsten Winter sind ähnliche Auftritte in Brasilien, Venezuela und Australien geplant.

11 Nächstes Jahr feiert er sein 20johhges im Musikgeschäftlich kann nicht bis ans Lebensende DJ und Recording Artist sein. Je älter man wird, desto mehr tun die langen Nächte weh. Ich glaube aber nicht, dass ich mich je von der Musik verabschiede. Andere Interessen und Talente habe ich nicht. Ich werde wohl als A&R-Mann bei einem Label oder als Radio-DJ arbeiten. Es war immer meine Absicht, mich in einen zweiten John Peel zu verwandeln, der so lange weitermacht, bis er tot umfällt.“