73. Kyuss – Welcome To Sky Valley

Frage: Wie schwer wiegt die Wüste? Antwort: Sie ist heavy as hell. Die Protometal-Propheten Kyuss liefern den Beweis auf ihrem dritten und besten Album, das 1993 unter der, ‚tschuldigung, staubtrockenen und doch exzessiven Produktion von Masters-Of-Reality-Mastermind Chris Goss entstand. Maßstäbe werden gesetzt mit diesem eigentümlich ungelenken Sound voller Monsterriffs und in sich geschraubter Gitarrenfiguren, als hätte man an die Pink Floyd aus dem Soundtrack zu „Zabriskie Point“ ein tonnenschweres Gewicht mit allen Black-Sabbath-Alben von 1971 bis 1975 gehängt und zum Betonieren der Straßen um das Rentnerparadies Palm Desert benutzt. Es ist das ersie und wichtigste Meisterwerk des Stoner-Rock, die weit nach unten gestimmte und durch einen Bassverstärker eingespielte Absichtserklärung von Josh Homme. Und mit „Demon Cleaner“ findet sich sogar ein zeitloser Hit.

ME 7/1994: „(…) Kyuss verbinden die ungestüme Energie Blue Cheers mit der düsteren Melodik von Black Sabbath und den psychedelischen Klangornamenten Pink Floyds.“

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.