Paul Thomas Anderson und Jonny Greenwood gegen „Melania“-Dokumentation
Paul Thomas Anderson und Jonny Greenwood fordern Entfernung ihrer „Phantom Thread“-Musik aus der „Melania“-Dokumentation wegen Urheberrechtsverletzung.
Nicht ohne ihre Erlaubnis: Paul Thomas Anderson und Jonny Greenwood haben die Entfernung ihrer Filmmusik aus der neuen Dokumentation über Melania Trump verlangt. Der Filmemacher und der Radiohead-Gitarrist, die gemeinsam an mehreren preisgekrönten Produktionen gearbeitet haben, sehen in der Verwendung ihrer Komposition einen Vertragsbruch. Hier mehr zu den Hintergründen.
Urheberrechtsverletzung in Bezug auf „Phantom Thread“-Score
In einer Stellungnahme gegenüber dem Branchenmagazin „Variety“ erklärten Anderson und Greenwood, dass Musikstücke aus ihrem 2017 erschienenen Drama „Phantom Thread“ ohne entsprechende Genehmigung in der „Melania“-Dokumentation eingesetzt wurden. Obwohl Jonny Greenwood nicht die vollständigen Urheberrechte am Score besitzt, habe das Studio Universal seine vertraglichen Pflichten verletzt, indem es ihn nicht über die Nutzung durch Dritte konsultiert habe.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur und dem Musiker gilt in der Filmbranche als besonders fruchtbar. Greenwood komponierte bereits für mehrere Filme des Regisseurs und erhielt für „Phantom Thread“ eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Filmmusik“.
Kontroverse um Brett Ratners Dokumentarfilm
Die von Brett Ratner inszenierte Dokumentation „Melania“ soll einen Einblick in das Leben der Frau geben, die mit US-Präsident Donald Trump verheiratet ist. Der Film stieß jedoch bei Kritiker:innen auf nahezu einhellige Ablehnung.
Trotz der katastrophalen Kritiken spielte die Doku in den ersten beiden Wochen nach US-Kinostart rund 13,35 Millionen US-Dollar ein – eine für Dokumentationen überdurchschnittliche Summe, die jedoch weit hinter dem Budget zurückbleibt. Am zweiten Wochenende brach das Einspielergebnis um 67 Prozent ein.
Amazon MGM Studios zahlte eigenen Angaben nach 40 Millionen US-Dollar für die Streaming-Rechte und investierte weitere 35 Millionen in die Kinovermarktung – beispiellose Summen für ein Werk außerhalb der Natur- oder Musikfilm-Kategorien. Diese ungewöhnlichen finanziellen Konditionen befeuerten Spekulationen über politische Motive hinter dem Deal.







