Timothée Chalamet rechnet mit Ballett und Oper ab – Doja Cat kontert
Chalamet fand, Ballett und Oper interessierten niemanden mehr. Doja Cat, Grammy-Gewinnerin Isabel Leonard und Opernhäuser bewiesen das Gegenteil.
Sind Oper und Ballett inzwischen wirklich belanglos oder was? Laut Timothée Chalamet schon. Kürzlich ging ein Clip des „Marty Supreme“-Schauspielers zusammen mit seinem Kollegen Matthew McConaughey bei einer Veranstaltung am 24. Februar viral.
Der Kommentar, der alles ins Rollen brachte
Im Gespräch mit „Variety“ und CNN über den Kampf der Filmindustrie in einer Gesellschaft mit kurzen Aufmerksamkeitsspannen redeten Timothée Chalamet und Matthew McConaughey darüber, warum Menschen sich noch Filme ansehen würden – woraufhin der 30-jährige Chalamet den Kommentar fallen ließ: „Ich möchte nicht im Ballett oder in der Oper arbeiten oder in Bereichen, in denen es heißt: ‚Hey, haltet diese Sache am Leben, auch wenn sich eigentlich niemand mehr dafür interessiert.‘ Bei allem Respekt für alle Ballett- und Opernleute da draußen.“
Daraufhin merkte er, dass die Aussage schwierig aufgenommen werden könnte, und versuchte, es herunterzureden: „Verdammt, ich hab gerade grundlos ausgeteilt.“
Institutionen schlagen zurück
Denn genau das ist passiert. Kurz nachdem seine Aussage viral ging, meldeten sich zahlreiche Ballett- und Operninstitutionen zu Wort. Die New York City Opera postete ein TikTok als Reaktion auf seinen Kommentar, mit der Caption „Das ist für dich Timothée Chalamet… 👀“.
Auch bekannte Opernsänger:innen und Balletttänzer:innen gingen auf seine Aussage ein. Isabel Leonard, Grammy-Gewinnerin, schrieb: „Ich bin schockiert, dass jemand, der so erfolgreich zu sein scheint, in seinen Ansichten über Kunst so ungeschickt und engstirnig sein kann, während er sich selbst als Künstler betrachtet, wie ich es mir nur bei einem Schauspieler vorstellen könnte.“
Doja Cat erteilt eine Lektion in Etikette
Schließlich meldete sich sogar Rapperin Doja Cat mit einem Video in den Socials zu Wort. „Hey, übrigens, die Oper ist 400 Jahre alt, das Ballett ist 500 Jahre alt.“
Weiterhin erklärte sie: „Es spielt keine Rolle, ob die Branche gerade eine schwierige Zeit durchmacht, denn viele Branchen haben es derzeit schwer. Deine Branche hat es schwer, meine Branche hat es schwer. Das bedeutet nicht, dass es den Leuten egal ist. Die Leute interessieren sich dafür. Die Tänzer interessieren sich dafür, die Sänger interessieren sich dafür, das Publikum interessiert sich dafür. Es gibt immer noch ein Publikum. Man kommt in einem schönen Outfit, setzt sich hin und hält die Klappe. Das ist die übliche Etikette bei solchen Veranstaltungen. Vielleicht kannst du daraus etwas lernen.“
Harte Worte gegen den Schauspieler. Dass überhaupt eine solche Aussage von ihm kommt, ist allerdings auch überraschend: Schließlich studierte seine Mutter an der School of American Ballet, und er trug erst kürzlich eine Kappe des New York City Ballet.
Der Mime selbst reagierte bisher nicht auf Doja Cats oder andere Reaktionen.





