Lorde nach 17 Jahren frei: Was jetzt kommt

Nach 17 Jahren bei Universal ist Lorde jetzt frei – und erzählt offen, wie es sich anfühlt. Wann neue Musik kommt und wo sie 2026 live zu erleben ist.

Mit nur 12 Jahren wurde Sängerin Lorde unter Vertrag genommen. Ende 2025 ist er abgelaufen. Das teilte die Neuseeländerin am 18. März per Sprachnachricht ihren Fans mit.

17 Jahre war die „Royals“-Interpretin einem Majorlabel verpflichtet – angefangen mit einem Development-Deal, den sie noch im Kindesalter abschloss.

Sie erklärte: „Ich habe wunderbare Erfahrungen mit ihnen gemacht. Aber in Wahrheit hat ein 12-jähriges Mädchen ihre kreativen Werke im Voraus verkauft, bevor sie überhaupt wusste, wie das aussehen würde, und bevor sie wusste, worauf sie sich einließ.“ Sie habe unglaubliche Leute getroffen und an ihrer Seite gehabt. Jetzt freut sich die 29-Jährige auf einen Neuanfang.

Zunächst will sie eine Pause, in der sie nichts veröffentlichen und verkaufen muss. Die Künstlerin hat vor, diese Auszeit zu nutzen, um sich neu inspirieren zu lassen und neue Kreativität zu schöpfen. „Und es fühlt sich tatsächlich anders an … Ich spüre ein Gefühl von Offenheit und Möglichkeiten, und ich bin inspiriert. Es ist einfach aufregend, für einen Moment den Rahmen oder so etwas abgelegt zu haben.“, sagte sie bezüglich ihrer neugewonnenen Freiheit.

Rückkehr zu Universal nicht ausgeschlossen

Ihre Musikkarriere will sie keinesfalls an den Nagel hängen. Lorde kann sich sogar vorstellen, erneut bei Universal unter Vertrag zu gehen, nachdem sie ihre Zeit für sich hatte. Zusammen mit dem Majorlabel hatte die 29-Jährige alle ihre bisherigen Alben veröffentlicht – Lorde empfindet keinen Groll –, von ihrem großen Debütalbum „Pure Heroine“, das ihren bekannten Hit „Royals“ beinhaltet, über „Melodrama“ und „Solar Power“ bis hin zu ihrer neuesten Platte „Virgin“. Diese brachte sie im Jahr 2025 heraus.

Ihr Sound zwischen elektronischem Underground und Pop-Mainstream machte sie zu einer der Vorreiterinnen des Elektro-Indie-Pops. In der Zeit bei Universal hat sie sich definitiv weiterentwickelt. Mit ihrem „Virgin“-Album zeigte sie, was sie in zehn Jahren Musikkarriere gelernt hatte, und vereinte Pop-Hymnen mit leichteren, minimalistischen Songs in einem Album. Sie schaffte es, aus allen ihren vorherigen Erscheinungen eine Mischung zu finden – vielleicht schon mit der Absicht, ihr letztes Album im Rahmen des Vertrags zu produzieren.

Lollapalooza 2026 als nächster Termin

Insgesamt lässt sich die Sängerin bei ihren Musikreleases stets sehr viel Zeit. Ihre Alben erschienen regelmäßig im Vier-Jahres-Takt, was angesichts heutiger Veröffentlichungsrhythmen sehr entspannt ist. Jetzt klingt es ganz danach, als würde Lorde einen noch längeren Abstand anpeilen.

Live wird sie dieses Jahr dennoch zu sehen sein. Sie ist als Headlinerin für das Lollapalooza 2026 in Berlin angekündigt. Dort werden auch Lewis Capaldi, Pitbull, Ayliva, Teddy Swims, Lily Allen, Zara Larsson, Tom Odell, Zartmann und viele weitere auftreten.