Paris Jackson im Nachlass-Streit: Einigung mit Nachlassverwaltern geplatzt

Paris Jackson wirft den Nachlassverwaltern ihres Vaters Intransparenz vor. Was hinter dem geplatzten Kompromiss steckt – und welche Rolle Blanket Jackson dabei spielt.

Seit Michael Jacksons Tod im Jahr 2009 begleiten juristische Auseinandersetzungen seine Familie. Mal geht es um Vorwürfe, die zu seinen Lebzeiten erhoben wurden, mal um Streitigkeiten bezüglich seines Vermögens. Genau um Letzteres handelt es sich bei einer juristischen Episode, die seine Kinder derzeit durchlaufen.

Beim aktuellen Verfahren geht es um einen Streit zwischen Paris Jackson und den Nachlassverwaltern ihres Vaters, John Branca und John McClain. Ihr jüngerer Bruder Blanket „Bigi“ Jackson versuchte mit einem Anwaltsteam zu vermitteln. Die Nachlassverwalter werfen der Tochter des King of Pop vor, sich aus einer Vereinbarung bezüglich des Nachlasses zurückgezogen zu haben.

Vereinbarung nicht eingehalten?

Paris Jackson hatte sich mit den Nachlassverwaltern über bestimmte Zahlungen gestritten, die der Nachlass an externe Anwaltskanzleien geleistet hatte und die sie für überhöht hielt. Vor Gericht setzte sie sich für ein besseres Genehmigungsverfahren für solche Zahlungen ein. Der Nachlass hielt dem entgegen, die Zahlungen seien branchenüblich, und verwies darauf, dass sie dem Nachlass Milliarden von Dollar eingebracht hätten.

Zudem forderte die 28-Jährige, dass der Nachlass dazugehörige Abrechnungen schneller vorlege. In neuen Unterlagen, die „TMZ“ vorliegen. erklärte der Nachlass, man stehe kurz vor einer Einigung mit Paris Jackson, nachdem Blanket Jackson und sein Anwaltsteam sich für eine Lösung der Streitpunkte eingesetzt hatten.

„Radikal“ anders?

Die Nachlassverwalter behaupten laut „TMZ“, Blanket Jacksons Anwalt habe ihnen mitgeteilt, er spreche für alle drei Kinder King of Pops – einschließlich Paris und Blankets Bruder Prince Jackson. Den Angaben der Nachlassverwalter zufolge hätten sie Ende März eine Einigung über das Verfahren zur Einreichung der Rechnungsberichte erzielt. Doch dann, so ihr Vorwurf, sei Paris Jackson in letzter Minute von der Vereinbarung zurückgetreten und habe einen eigenen Vorschlag gemacht – einen, der sich nach Ansicht der Nachlassverwalter „radikal“ von dem unterscheide, worauf man sich nur eine Woche zuvor geeinigt hatte.

Die Nachlassverwalter erklärten, man habe sich darauf verständigt, keine Bonuszahlungen an Anwaltskanzleien zu leisten, sofern dies nicht vom Gericht genehmigt werde – zusammen mit weiteren Änderungen am Verfahren. Gegenüber dem Richter bekräftigten sie ihre Bereitschaft, die zuvor erzielte Einigung zu übernehmen, sprachen sich jedoch gegen den Alternativvorschlag von Paris aus.

Statement aus dem Jackson-Lager

Eine Quelle aus dem Umfeld von Paris Jackson berichtete „TMZ“: „Seit dem Moment, als sie Einspruch einlegte, ist Paris Jackson Opfer einer widerwärtigen, empörenden Verleumdungskampagne seitens der Testamentsvollstrecker und ihrer Anwälte. Diese Anwälte nutzen die Ressourcen der Familie Jackson, um sie zu verspotten, herabzuwürdigen und anzugreifen, weil sie Transparenz und Rechenschaftspflicht von den Personen fordert, die jeden Aspekt der Finanzen ihrer Familie kontrollieren.“

Die Quelle fügte hinzu: „Um es klar zu sagen: Es lag zu keinem Zeitpunkt ein Vorschlag von irgendeiner Seite auf dem Tisch, der alle Streitpunkte zwischen Paris und den Testamentsvollstreckern beigelegt hätte. Als es einen Vorschlag zur Anwaltsvergütung gab, kämpften die Testamentsvollstrecker und ihre hochbezahlten Anwälte darum, ihn mit Ausnahmen und Schlupflöchern zu verwässern, die ihn unwirksam gemacht hätten. Ihre Forderungen hätten es den Testamentsvollstreckern und eben diesen Anwälten ermöglicht, weiterhin ohne jegliche Rechenschaftspflicht zu agieren.“