300 Millionen Dollar: Red Hot Chili Peppers verkaufen kompletten Katalog
Was bedeutet der Deal jetzt eigentlich?
Schlussverkaufsaktion oder was? Die Red Hot Chili Peppers haben ihren gesamten Aufnahme-Katalog an Warner Music Group rausgehauen. Der Deal soll laut übereinstimmenden Medienberichten ein Volumen von mehr als 300 Millionen US-Dollar haben.
Warner übernimmt Masterrechte der Band
Mit dem Verkauf gehen sämtliche Masterrechte der Band an Warner Music Group über. Das Label, bei dem die Red Hot Chili Peppers bereits seit dem 1991 erschienenen Album „Blood Sugar Sex Magik“ unter Vertrag stehen, kontrolliert damit künftig sämtliche Einnahmen aus Streaming, Radio-Airplay, Verkäufen und Lizenzierungen.
Bereits zuvor hatte die Band ihre Publishing-Rechte an Hipgnosis Songs Fund verkauft, das inzwischen unter dem Namen Recognition Music Group firmiert. Der damalige Deal soll Berichten zufolge rund 140 Millionen US-Dollar umfasst haben.
Bain Capital beteiligt sich an Finanzierung
Wie „The Hollywood Reporter“ berichtet, wurde der aktuelle Katalog-Deal über ein Joint Venture zwischen Warner Music Group und der Investmentgesellschaft Bain Capital finanziert. Beide Unternehmen hatten im vergangenen Jahr einen Fonds in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar aufgelegt, um prominente Musikkataloge zu erwerben.
Der Musikkatalog der Red Hot Chili Peppers spielt jährlich rund 26 Millionen US-Dollar ein. Bislang lagen die Rechte an den Aufnahmen bei den Bandmitgliedern selbst.
Musikkatalog-Verkäufe bleiben Branchentrend
Der Verkauf von Musikkatalogen bleibt ein bedeutender Trend in der Musikindustrie. Bereits 2021 hatte Bruce Springsteen seine gesamten Musikrechte Berichten zufolge für rund 500 Millionen US-Dollar verkauft. Auch Bob Dylan, Stevie Nicks, Neil Young, Jack White sowie Deftones schlossen in den vergangenen Jahren ähnliche Vereinbarungen ab.
Zu den jüngsten Deals zählen außerdem der Verkauf des Katalogs von Slipknot für rund 120 Millionen US-Dollar sowie Vereinbarungen von Pink Floyd, Queen, KISS, Britney Spears und Tame Impala.
Netflix-Doku über frühe Bandgeschichte erschienen
Zuletzt erschien die Netflix-Dokumentation „The Rise Of The Red Hot Chili Peppers: Our Brother, Hillel“, die sich mit der Frühphase der Band und insbesondere dem ersten Gitarristen Hillel Slovak beschäftigt.
Obwohl Mitglieder der Band für die Dokumentation interviewt wurden, distanzierten sie sich öffentlich von dem Projekt. Bassist Flea äußerte sich dennoch positiv über den Film und bezeichnete ihn als „wunderschön gemacht“, zugleich aber als emotional und melancholisch.






