Drake überholt Michael Jackson: Billboard-Rekord mit „Iceman“

Drake hat Michael Jacksons Rekord gebrochen: Mit „Janice STFU“ feiert er seinen 14. Nr.-1-Hit in den Billboard Hot 100 – mehr als je ein männlicher Solokünstler zuvor.

Auf dem Cover von „Iceman“ prangt ein glitzernder Handschuh. Es wird doch nicht etwa…? Doch. Es ist ein originaler kristallbesetzter Handschuh von Michael Jackson. Drake soll dafür kolportierte 120.000 Dollar hingelegt haben – eine sechsstellige Hommage an den King of Pop. Die Reaktionen darauf waren durchwachsen, doch ein besseres Foreshadowing kann man kaum liefern. Denn die Geschichte wird noch besser: Genau diesen King of Pop hat Drake nun eingeholt – und überholt.

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14 Nr.-1-Hits: Drake bricht Jacksons Rekord

Jahrelang hielt Jackson mit 13 den Rekord für die meisten Nr.-1-Hits eines männlichen Solokünstlers in den Billboard Hot 100. Drake hatte gleichgezogen, und mit „Janice STFU“, frisch von „Iceman“, klettert er auf Platz 1 – sein 14. Nr.-1-Hit. Der Handschuh auf dem Cover hat seinen Job getan.

Dreifach-Schlag mit Ansage

Als wäre das nicht genug, brach Drake mit dem Dreifach-Schlag noch einen zweiten Rekord – diesmal auf der Album-Seite. „Iceman“ beschert ihm sein 15. Nr.-1-Album auf der Billboard 200, womit er Jay-Z überholt und mit Taylor Swift gleichzieht; nur die Beatles liegen mit 19 noch davor. Zudem ist es das erste Mal, dass ein Künstler die Top 3 der Billboard 200 gleichzeitig besetzt, seit die Charts 1956 wöchentlich erscheinen – „Iceman“ auf eins, „Habibti“ auf zwei, „Maid of Honour“ auf drei. Damit liegt auch die Strategie hinter dem Manöver offen: drei Alben auf einen Streich, 43 Songs, maximale Chartfläche.

Kritik gespalten, Streams eindeutig

Es scheint, als hätte sich Drake von der als verloren geltenden Auseinandersetzung mit Kendrick Lamar durch schieren Erfolg befreit. Die Kritik ist gespalten, doch die Streams geben ihm recht. Die Irish Times nannte es ein lustloses, vergessliches Album über 18 Tracks, das den Toronto-Rapper in seiner selbstgefälligsten Form zeige. Variety war versöhnlicher und sah in „Iceman“ eine Rechtfertigung – ein gewandtes, wenn auch aufgeblähtes Projekt. Drake dürfte mehr als glücklich mit diesem Ausgang sein. Und damit darf der Champagne Papi wieder den Champagner knallen lassen.