Shakira zur WM 2026: Warum „Dai Dai“ schon wieder funktioniert
Schon wieder Shakira zur Fußball-WM – und schon wieder ein Hit: „Dai Dai“ mit Burna Boy erreicht 100 Millionen Aufrufe. Ist es Legendenstatus oder pure Nostalgie?
Die Fußballweltmeisterschaft und Shakira – das gehört zusammen wie die deutsche Nationalelf und Manuel Neuer: lang bewährt und schon wieder neu ausgegraben. Doch manchmal kommt „das machen wir schon immer so“ auch einfach gut an.
Shakira zur WM, wird das nicht langsam langweilig? Oder verkörpert die Sängerin aus Kolumbien mittlerweile einfach den Geist des internationalen Fußballs? Die Fans scheinen es mal wieder zu fühlen. Liegt das an ihrem Hitpotenzial oder ist das pure Nostalgie?
Shakira und die WM
Bereits 2006 feierten Fußballfans zur WM den „Hips Don’t Lie“-Remix der kolumbianischen Sängerin. 2010 sang sie den offiziellen WM-Song „Waka Waka“. Auch bei der Abschlussfeier 2014 trat Shakira mit „Dare (La La La)“ auf. Sie ist kaum wegzudenken aus dem Fußball-Hype. Auch 2026 steuert sie die Hymne zum WM-Fieber bei: „Dai Dai“ ist der offizielle Soundtrack für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko.
Rekordverdächtige Aufrufzahlen
Damit punktet Shakira erneut: „Dai Dai“ erntet innerhalb der ersten zwei Wochen bereits 100 Millionen Aufrufe auf YouTube. Ihr Hit mit Burna Boy wird damit zu einem der meistgesehenen Musikvideos vor Anpfiff der WM. Die Fußballfans scheinen es also durchaus zu befürworten, dass Shakira alle vier Jahre als Stimme der Fußball-WM aufgewärmt wird.
Nostalgie oder Legendenstatus?
Woran liegt diese immer wieder neu aufbrausende Shakira-Welle? Ist es ihr mittlerweile gefestigter Legendenstatus? Es könnten noch weitere Faktoren dahinterstecken: Ihr Sound erinnert nach wie vor an die „guten alten Zeiten“, als die Fußball-WM noch nicht von globalen Krisen und Weltpolitik überschattet wurde – oder zumindest noch nicht ganz so offensichtlich. Mit den altbewährten Shakira-Rhythmen lässt es sich vielleicht kurzzeitig zurückträumen zu den WMs von 2010 oder 2014. In den Erinnerungen hat der Fußball es noch geschafft, die Menschen zusammenzubringen statt zu spalten.
Es bleibt jedoch fragwürdig, ob das Nostalgiegefühl es wirklich schafft, den bitteren Beigeschmack von Donald Trumps Einreisepolitik und der profitsüchtigen Attitüde der FIFA zu übertünchen. Doch wenn man Manuel Neuer zu Shakira-Songs spielen sieht – da kann man schonmal Flashbacks bekommen.





