Erdbeben in Venezuela: Nu-Metal-Band Van Der Dijs stirbt im Proberaum

Kurz vor ihrem nächsten Auftritt sind alle vier Mitglieder von Van Der Dijs beim Erdbeben in Venezuela gestorben.

Während Deutschland das Hitzewochenende mit bis zu 41 Grad mehr oder weniger glimpflich überstanden hatte, haben andere Länder mit weitaus schlimmeren Folgen des Klimawandels zu kämpfen. In Venezuela sind schätzungsweise 2000 Menschen bei einem Erdbeben ums Leben gekommen. Das Beben, welches am 24. Juni stattfand, führte zu mehreren Tragödien zugleich. Eine davon betraf einen Proberaum der venezolanischen Nu-Metal-Band Van Der Dijs.

Die letzten Tage von Van Der Dijs

Der venezolanische Sänger Manuel und seine drei Bandkollegen waren gerade dabei, ihren Proberaum zu nutzen, als das schwere Erdbeben sie zu 4 der bisher fast 2000 bestätigten Todesopfer machte.

Noch am Tag des Bebens veröffentlichten sie auf ihrem Instagram-Account ein neues Video, in dem sie einen ihrer Songs performen.

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Auch am Tag vor der Katastrophe teilte Manuel die Nachricht eines Auftritts am 27. Juni mit seinen Fans. Es schien ganz normaler Alltag für die Band, die gerade versuchte, ihren Nu-Metal-Sound mit spanischem Rap zu kombinieren. Zu diesem Zeitpunkt konnte Manuel van Der Dijs nicht wissen, dass er den Auftritt nie spielen würde.

Die Band gründete sich erst 2024 und veröffentlichte im selben Jahr ihre Debütsingle „Nemesis“. Nach nur insgesamt 8 veröffentlichten Songs schafften sie es, bereits kleinere Konzerte auszuverkaufen. So spielte sie am 19. Juni noch einen Gig im Modern Art Center in Caracas. Es war eine Band mit klar erkennbarem Aufschwung, die der venezolanischen Musikszene nun fehlt.

Verzweifelte Lage in Caracas

Während vor einem Krankenhaus in Caracas laut „Tagesschau“ Patient:innen auf Plastikstühlen sitzen müssen, versucht die venezolanische Regierung, die Katastrophe zu bewältigen. Dass die Mitglieder von Van Der Dijs geborgen werden konnten, ist leider nicht selbstverständlich, da Einsatzkräfte kaum mit den Rettungsversuchen hinterherkommen.

Es ist die Krönung einer ohnehin schon katastrophalen Situation. Es waren die schwersten Beben seit mehr als einem Jahrhundert, die sich westlich der Hauptstadt Caracas ereigneten. Die Zahl der bestätigten Todesopfer steigt täglich, und die Chancen, Überlebende zu retten, schwinden zunehmend.

Die Nu-Metal-Band steht repräsentativ für die vielen Toten, die ihr Leben schlagartig verloren haben.

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