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Alben der Woche: 21. – 27. Mai 2012

Platte der Woche und Platte des Monats im aktuellen Musikexpess: Chromatics – Kill For Love
Die gelöste Stimmung der Platte lebt vom Kontrast aus den schmachtenden, nebeligen Pop-Perlen, die mittlerweile viel klarer als solche zu erkennen sind und den teilweise ausladenden und fransigen Interlude-Teppichen. So folgen nach anmutigen Ohrwürmern wie „The Page“ lange, instrumentale Synthesizer-Odysseen und tapsende Beats („Broken Mirrors“) oder kurze beatlose Streichereinlagen („The Eleventh Hour“). Diese kommen zwar überraschend, zeigen aber auch gekonnt, dass es auf diesem Album um mehr als nur die Summe der Einzelteile geht. Es geht um die Stimmung, die transportiert wird und dafür – das ist ein Erfolg des Albums – wird jeder Song gebraucht.“ (ME-Praktikant Christopher Hunold)

A
Alt-J – An Awesome Wave      

C
Citizens! – Here We Are
Alex Kapranos hat sie im Osten Londons entdeckt und alle Mitglieder nach Glasgow beordert, wo dieses Debütalbum entstanden ist. Man braucht dann auch nicht lange, um zu verstehen, warum der Sänger von Franz Ferdinand einen Narren an diesen Neu­lingen gefressen hat. Sie haben genau wie er viel Rhythmus im Blut. Bassläufe spielen eine größere Rolle als Gitarrenriffs und den Keyboards/Synthesizern wird auch viel Platz eingeräumt. Von Hooklines verstehen Citizens! ebenfalls eine Menge. Es wäre nicht verwunderlich, wenn im Indie-Land demnächst überall die Zeile „ Sitting alone on a park bench just like a reptile“ gesungen wird. Sänger Tom Burke trägt sie in etwa so wie Alexis Taylor vor und auch sonst hat man das Gefühl, dass Hot Chip hier nie weit weg sind.“ (Thomas Weiland)

H
H-BlockX – HBLX

J
Julia Stone – By The Horns    

L
Ladyhawke – Anxiety      

M
Marina & The Diamonds – Electra Heart
Moonbootica – Our Disco Is Louder Than Yours

R
Regina Spektor – What We Saw From The Cheap Seats
Als sie sich im Sommer des vergangenen Jahres mit Produzent Mike Elizondo im Studio in Los Angeles traf, hat sie einige von diesen alten Songs neu aufgenommen und ein paar aktuelle hinzugefügt. Man muss Regina Spektor dafür loben, dass sie auch auf diesem Album künstlerischen Überernst vermeidet. Spektor kokettiert mit Kindlichkeit, holt mal übermäßig stark Luft und imitiert Trompetengeräusche. In diesen Momenten wirkt sie wie aufgedreht, aber nicht albern. Wer es sensibel mag, bekommt in „How“ eine herzergreifende Geschichte über einen Lover präsentiert, den man nicht so leicht vergessen kann.“ (ME-Autor Thomas Weiland)



So beeinflussen afroamerikanische Rhythmen von damals die Popmusik von heute
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