BAFTA Awards: Tourette-Aktivist ruft N-Wort Michael B. Jordan entgegen
Bei den BAFTA Awards rief Tourette-Aktivist John Davidson das N-Wort, als Michael B. Jordan auf der Bühne stand. Gastgeber Alan Cumming erklärte den Hintergrund.
Am Sonntag, dem 22. Februar 2026, die BAFTA Awards verliehen – und mit ihnen ereignete sich ein Zwischenfall, der unter anderen Umständen als handfester Eklat gegolten hätte. Die beiden Schauspieler Michael B. Jordan und Delroy Lindo hielten bei der Zeremonie eine Rede, während der aus dem Publikum klar und deutlich das N-Wort zu hören war.
Tourette-Aktivist ruft das N-Wort
Bei den BAFTA Awards nahm der Film „Avatar: Fire and Ash“ den Preis für die besten visuellen Effekte mit nach Hause. Überreicht wurde er von den beiden Schauspielern Michael B. Jordan und Delroy Lindo. Unter den Anwesenden befand sich auch der Tourette-Syndrom-Aktivist John Davidson, der durch die BBC-Dokumentation „John’s Not Mad“ aus dem Jahr 1989 bekannt wurde. Der Aktivist leidet selbst an Tourette, die Dokumentation begleitete sein Leben mit der Krankheit. Seitdem setzt er sich mit mehreren Kampagnen für andere Betroffene ein.
Während der Rede der beiden Schwarzen Schauspieler war deutlich zu hören, wie John Davidson das N-Wort in Richtung Bühne rief. Michael B. Jordan und Delroy Lindo zeigten keine große Reaktion auf die Äußerung – sie blieben ruhig und professionell und brachten ihre Rede zu Ende.
Aufruhr über weitere Zwischenrufe
Der N-Wort-Zwischenfall war nicht der einzige verbale Ausrutscher des Abends. John Davidson rief „Halt verdammt nochmal den Mund!“ in Richtung Sara Putt und „Fi** dich!“, als die Regisseure des Films „Arco“ den Preis für den besten Kinder- und Familienfilm entgegennahmen.
John Davidson war bei der Veranstaltung anwesend, da er als Inspiration für den nominierten Film „I swaer“ diente. Nach dem N-Wort-Zwischenfall entschied er sich, den Saal zu verlassen, wie „Variety“ berichtete.
Entschuldigung des Gastgebers
John Davidson ist keine Absicht zu unterstellen, da er seine Ausrufe aufgrund seiner Erkrankung nicht kontrollieren kann – dennoch sprach Gastgeber und Moderator Alan Cumming eine Entschuldigung aus und erläuterte die Hintergründe: „Das Tourette-Syndrom ist eine Behinderung, und die Tics, die Sie heute Abend gehört haben, sind unwillkürlich, was bedeutet, dass Menschen mit Tourette-Syndrom keine Kontrolle über ihre Sprache haben. Wir entschuldigen uns, falls Sie sich heute Abend beleidigt fühlen.“







