Beatsteaks: Rätsel um Bandnamen gelöst?

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Worauf man bei einem Filmabend nicht alles stößt. Auf die Erklärung, warum die Beatsteaks eigentlich so heißen, zum Beispiel. Bisher hielt sich die Band relativ bedeckt, was den Ursprung ihres Namens betrifft. Auf Netzrecherche findet man lediglich ein Zitat, dessen Originalquelle gelöscht wurde und das obendrein voller Eigenartigkeiten steckt.

Gefragt nach dem Bandnamen antwortete demnach „Rhytmus Rippchen Drummer Peter“:

„Eine Mischung aus der Vorliebe für die Beatles (?) und der langen Koteletten (Steaks) der Urmitglieder, Bernde trägt die ja heute noch. Um ehrlich zu sein, ich glaube nicht (war ja nicht dabei), dass die sich all zuviel dabei gedacht haben (Hi Hi Hi)“ (sic)

Sie sehen: ein merkwürdiges Zitat. Dennoch führt es in die richtige Richtung: nach Liverpool, nein, genauer gesagt: nach Berlin. Im Studio „Ultra Film“ entstand die, typisch für deutsche Spielfilmklamotten der 60er-Jahre, kalauernde Synchronfassung des zweiten Beatles-Films, „Help!“ von 1965, zu Deutsch: „Hi-Hi-Hilfe!“

In einer Szene darin fällt Ringo Starr in einem Pub durch eine Falltür in den Keller des Ladens, wo bereits ein Tiger auf ihn wartet (warum auch nicht?). Die Band, sowie ein Polizeiinspektor, begutachten die Szenerie von oben durch das Loch, worauf sich folgender Dialog entspinnt:

Inspektor: „Um Himmels Willen! Der Tiger ist heute morgen aus dem Londoner Zoo ausgebrochen, frisst am liebsten Menschen.“

John Lennon: „Aber doch keine Musiker!“

Inspektor: „Doch, vornehmlich Beatsteaks.“

Bis heute ist die deutsche Fassung des Films weder auf DVD noch Blu-ray erschienen.

Sollten die Berliner Punkrocker ihren Namen tatsächlich diesem Film entliehen haben, ist der Einfluss der erfolgreichsten Band der Geschichte noch ein klein wenig größer als bisher angenommen.

Ein Statement der Band stand noch aus, auf Facebook aber legten die Beatsteaks in der Zwischenzeit nahe, dass ihr Name tatsächlich aus dieser Szene stammt: „Endlich! Man mag’s kaum glauben aber wir haben endlich eine Antwort auf die nervigste aller Interviewfragen“, schrieben sie am 7. Oktober und verlinkten dazu eben diesen Text hier.

Am 18. September erschien die Beatsteaks-Werkschau 23 SINGLES. Am gleichen Tag spielte die Band in Dresden das längste Konzert ihrer bisherigen Karriere.

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