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Highlight: Musiker erzählen von den Abenteuern, die sie erlebt haben als die Berliner Mauer fiel

Bernhard Eder, der österreichische Nick Drake

Bernhard Eder aus der oberösterreichischen Provinz hat mal einen vernünftigen Beruf gelernt: Er ist ausgebildeter Kfz-Mechaniker. Zu unserem Glück entschied er sich Ende der 90er mit 22 Jahren anders und besann sich auf eine künstlerische Laufbahn als Songwriter. Als Sänger und Gitarrist der Band wa:rum gab es ersten regionalen Ruhm, das zweite Album YOUR.DIARY wurde bereits in Weilheim mit Notwist-Produzent Mario Thaler aufgenommen. Nebenbei startete Bernhard Eder mit dem Wiener Elektroniker Klaus Hofer das Indietronics-Projekt Be One.

Je ein Album später der nächste Bruch: 2006 wandert Bernhard Eder nach Berlin aus, um eine Solokarriere zu starten. Nach einem Jahr erscheint THE LIVING ROOM SESSIONS, ein solistischer Kraftakt und eine Standortbestimmung als Singer/Songwriter. Das 2008er Album TALES FROM THE EAST SIDE zeigt den Berliner Exilanten Bernhard Eder als reifen Popautoren zwischen Nick Drake, Elliott Smith und Damien Rice – sein sensibles, von Folk-Traditionen inspiriertes Songwriting kleidet sich in ideenreiche Arrangements aus Gitarren, Violinen und Trompeten, der Walzer „Polen #1“ klingt fast wie aus Rufus Wainwrights RELEASE THE STARS gefallen.

Man muss nicht erst das abgedroschene „Wenn der aus England oder Amerika käme“ anwenden, um festzustellen, dass hier ein großer Songwriter im Kleinen, im Schatten, von vielen noch unbemerkt, längst zu einer poetischen Kraft gefunden hat, die bis heute selten ist.

www.bernhardeder.netwww.myspace.com/bernhardeder


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