Breakdance wird 2024 zu einer olympischen Disziplin

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Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris wird Breakdance als neue Sportart aufgenommen. Die Entscheidung des International Olympic Committee (IOC) kann als Reaktion auf abnehmende Zuschauer*innenzahlen, vor allem unter jungen Leuten, verstanden werden. Auch Skateboarding soll neue Disziplin werden.

Breakdance und Skateboarding bei Olympia?

Während noch Unklarheit darüber herrscht, ob die kommenden Olympischen Spiele, die aufgrund der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben wurden, nächstes Jahr in Tokio stattfinden können, gibt es bereits Neuigkeiten zu dem darauffolgenden Sport-Event in Paris. Um auch jüngere Zuschauer*innen erreichen zu können, wurden für 2024 neue Sportarten in die Liste der olympischen Disziplinen aufgenommen, so auch Breakdance und Skateboarding.

Einer, der sich früh zu der Entscheidung des Komitees äußerte, war Shawn Tay, Präsident der World DanceSport Federation (WDSF): „Heute ist ein historischer Tag, nicht nur für B-Boys und B-Girls, sondern für Tänzer auf der ganzen Welt.“ Zu der Entscheidung trug womöglich auch die Aufmerksamkeit bei, die der Sport bei den Olympischen Jugendspielen 2018 bekam. 2024 sollen jeweils 16 B-Boys und B-Girls in Einzel-Dance-Battles ihr Können unter Beweis stellen. Ein anderer Sport von der Straße, der bereits dieses Jahr Teil der Olympischen Spiele in Tokio hätte sein sollen, ist Skateboarding. Hier sollen Skater*innen in den Disziplinen „Street“ und „Park“ gegeneinander antreten.

Kritische Stimmen

Während die Entscheidung zur Einbeziehung von Breakdance und Skateboarding als Olympische Sportarten bereits feststeht, werden gleichzeitig Debatten darüber geführt, inwiefern die Integration dieser Art von Sport-Kulturen den jeweiligen Szenen und ihren kulturellen Wurzeln gut tut. Weiterhin äußerte sich beispielsweise die australische Squashspielerin Michelle Martin kritisch gegenüber der Entscheidung, wobei sie vor allem die neuen Formen der Bewertung beim Breakdance kritisiert. Gegenüber dem „Guardian“ sagte sie in einem Interview: „Bei den Olympischen Spielen ging es immer um eine Punktzahl, oder es war ein Wettrennen. Es gab endgültige Entscheidungen und Ergebnisse für den Sport. Wenn man jetzt diese Art der Beurteilungen mit einbringt, wird es korrupt und gerät außer Kontrolle.“

Die Olympischen Spiele sollen am 23. Juli 2021 in Tokio beginnen und bis zum 8. August andauern.


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