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Christopher Nolan: „Andere Produzent*innen kritisieren regelmäßig den Ton in meinen Filmen“

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Regisseur und Drehbuchautor Christopher Nolan zählt zu den erfolgreichsten Filmemacher*innen unserer Zeit. Durch Filme wie „The Dark Night“, „Inception“ und „Interstellar“ verzeichnete er international große Erfolge, doch nicht alle sind Fans seiner Arbeit. Jetzt erzählte der 50-Jährige, dass ihm sogar andere Filmemacher*innen immer wieder eine Sache vorwerfen: den vermeintlich schlechten Ton in seinen Filmen!

Ganz unbekannt ist dieser Vorwurf allerdings nicht. Erst kürzlich, nachdem Nolans jüngster Streifen „Tenet“ erschienen war, wurde die Soundqualität international in den Medien breit diskutiert. Viele Kritiker*innen waren sich dabei einig: Die Abmischung des Tons sei schlecht, Dialoge teilweise kaum verständlich. Der Meinung sind wohl auch andere. So erzählte Nolan kürzlich in einem Interview mit dem Journalisten Tom Shone, dass ihn in der Vergangenheit immer wieder Kolleg*inne angerufen und sich über den Ton in seinen Filmen beschwerte hätten.

Doch wie der 50-Jährige erklärte, handele es sich dabei nicht um grobe Fehler, sondern um eine bewusste, künstlerische Entscheidung. In Bezug auf „Tenet“ sagte er: „Einige Leute dachten, die Musik sei vielleicht zu laut, aber die Wahrheit ist, dass wir uns entschieden hatten, die Mischung wie eine Art Enchilada zu machen.“ Dabei räumte er auch ein, dass es eine „sehr, sehr radikale Mischung“ gewesen sei. Trotzdem hätten ihn viele der Reaktionen sehr schockiert.

„Ich war schockiert darüber, wie konservativ die Leute sind, wenn es um Klang geht. Du kannst einen Film machen, der ungewöhnlich aussieht, du kannst ihn auf deinem iPhone aufnehmen, niemand wird sich beschweren. Aber wenn du den Sound auf eine bestimmte Weise mischst oder bestimmte Unterfrequenzen verwendest, beschweren sich alle“, so Nolan.


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