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🔥„Once Upon A Time… in Hollywood“: Das sind die Real-Life-Vorbilder für Tarantinos Filmfiguren

Das System Tarantino

The Hateful Eight“ – der achte Film von Quentin Tarantino, ist wieder ein Western. Wie gerade erst „Django Unchained“. Und, wenn man es genau nimmt, davor schon „Inglourious Basterds“ und „Kill Bill“. Und, zumindest ein bisschen, auch „Pulp Fiction“ und „Reservoir Dogs“. Weil es im Western, dem amerikanischsten aller Filmgenres, eben nicht nur um die Weite des Landes geht, das es zu bezwingen gilt, sondern auch um die Enge der Auseinandersetzung – Mann gegen Mann, Gut gegen Böse. Weil sich das nicht zähmen lässt und deshalb bezwungen werden muss. Um den Schlagabtausch. Das Duell. „The Hateful Eight“ ist der amerikanischste aller Filme von Tarantino, weil er ein einziger Schlagabtausch ist, ein endloses Duell zwischen acht Personen in einem engen Raum, in dem sich Loyalitäten und Perspektiven laufend ändern. Nicht mehr und nicht weniger wird hier verhandelt als Amerika selbst, ein zutiefst gespaltenes und in seinen Grundfesten erschüttertes Land voll hasserfüllter Menschen. Das macht er wie nur Tarantino es kann. Mit ausschweifenden Dialogen, mit einem Blutbad und mit den Charakteristika, die ihn unverkennbar gemacht haben.

IT’S CALLED ACTING, STUPID!

Die Liebe zu seinen Schauspielern

Mit Vorliebe greift Tarantino immer wieder auf seine Lieblingsschauspieler zurück. Am offensichtlichsten ist seine symbiotische Zusammenarbeit mit Samuel L. Jackson der nach „Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“, „Jackie Brown“ und „Django Unchained“ zum vierten Mal antritt, diesmal als Kopfgeldjäger Major Marquis Warren. Zu ihm gesellen sich die QT- Regulars Michael Madsen und Tim Roth, beide auch schon beim Erstling „Reservoir Dogs“ mit von der Partie. Kurt Russell war schon der todbringende Stuntman Mike in „Death Proof – Todsicher“, Walton Goggins hatte in „Django Unchained“ sein Tarantino-Debüt. Außerdem schaut Uma Thurmans Stuntfrau Zoë Bell wieder auf einen Gastauftritt vorbei. Mit Bruce Dern setzt Tarantino die Tradition fort, in Vergessenheit geratenen Legenden die beste Rolle seit Jahren zu verpassen – siehe Pam Grier in „Jackie Brown“ oder David Carradine in „Kill Bill“. Und Jennifer Jason Leigh steht in der Tradition der Uma-Thurman-Blondinen, mit denen der Filmemacher bevorzugt arbeitet.

EIN MANN, EIN RAUM

Die Liebe zu eng gefassten Szenarien



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