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🔥„Dark“: So endet die Serie nach Staffel 3 | Das ist das Schicksal ihrer Figuren

Kritik

„Dead To Me“ (Staffel 2) auf Netflix: Frauen am Rande der Selbsterkenntnis

Eine Serie voller Überraschungen präsentierte uns Showrunnerin Liz Feldman („2 Broke Girls“) im vergangenen Jahr mit der ersten Staffel von „Dead to Me“. Was zunächst nach einer etwas beherzteren Freundschafts-Dramedy aussah, die vor Themen wie Tod und Trauer nicht zurückschreckt, entwickelte sich bald zum wilden Ritt voller Cliffhanger, plötzlicher Wendungen und dunkler Geheimnisse. Und so fanden sich die beiden Protagonistinnen am Ende der ersten Staffel mit einem Mal vor Jens (Christina Applegate) Hauspool wieder, in dem Judys (Linda Cardellini) kotzbrockiger Ex-Verlobter Steve (James Marsden) tot lag.

Nahtlos, sowohl in inhaltlicher als auch stilistischer Hinsicht schließt die nun erscheinende zweite Staffel daran an: Judy und Jen, kurz vor Steves Tod noch heillos zerstritten, raufen sich gezwungenermaßen zusammen, um vor Jens Söhnen Charlie (Sam McCarthy) und Henry (Luke Roessler ) und der grundskeptischen Polizeidetektivin Perez (Diana-Maria Riva) den Schein der Unschuld zu wahren. Zugleich wird Jen von Flashbacks zu jener Nacht geplagt, die über die folgenden zehn Episoden ausgedehnt werden, bis die Zusammenhänge klar werden und wir erfahren, warum Steve wirklich sterben musste.

Wenden ohne Enden

Erzählerisch ist es ein etwas riskantes Spiel, das Liz Feldman und ihr Autor*innen-Team mit dieser zweiten Staffel fortsetzen. Zu groß ist die Gefahr, sich mit dem Zwang zu wiederholten Cliffhangern in eine Sackgasse zu schreiben, aus der man nur mit sehr elaborierten Erklärungen oder allzu unrealistischen Schicksalsfügungen wieder herausfindet. So umschiffte „Dead to Me“ schon in der vorangegangenen Season manchmal nur knapp die Klippen einer allzu augenzwinkernd-soapigen Dramedy wie „Desperate Housewives“. Dank der idealen halbstündigen Folgenlänge und dem klaren Fokus auf zwei interessante, gebrochene Figuren, blieb „Dead to Me“ aber glücklicherweise kurzweilig und spannend genug.

Nichtsdestotrotz scheint der Handlungsort Laguna Beach in den neuen Episoden aufgrund von Jens und Judys Vertuschungskampf immer kleiner und kleinstädtischer zu werden. Die Bewohner*innen sind einander bekannter als gedacht und so manche Zwickmühle von Jen und Judy ist allein dadurch bedingt, dass plötzlich Randfiguren hereinstürmen, die man gern abgeschrieben hätte – etwa Jens nervige, verzweifelt Freundschaft suchende Nachbarin Karen (Suzy Nakamura). Von anderen wiederum – Jens Primadonna-Stiefmutter Lorna (Valerie Mahaffey) und Shandy (Adora Soleil Bricher), dem morbidesten Kind der Welt – hätte man sich mehr Szenen gewünscht, weil sie konstant Komödiantisches abliefern. Und leider unvergessen (und meinerseits unverzeihlich) bleibt der plötzliche Tod von Judys Senioren-Freund Abe (Edward Asner) am Ende der ersten Staffel.

Liebe, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann

Saeed Adyani / Netflix
Courtesy of Netflix


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