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Blackout Tuesday

Farewell, Lady Of The Night: zum Tod von Donna Summer

Sie war die größte Disco-Sängerin aller Zeiten. Ihre Songs „I Feel Love“, „Love To Love You Baby“ und „Hot Stuff“ zählen zu den Klassikern der (elektronischen) Tanzmusik. Am Donnerstag ist Donna Summer im Alter von 63 Jahren in Key West, Florida, an einer Krebserkrankung verstorben.

Summer kam am 31. Dezember 1948 als LaDonna Andrea Gaines zur Welt. In ihren Teenagerjahren fasste sie als Fan der Musik der Supremes und später von Janis Joplin, den Entschluss Sängerin zu werden.

1968 kam Donna Summer nach Deutschland, wo sie in München als Teil des Ensembles des zeitgeistigen Musicals „Hair“ auf der Bühne stand. Sie blieb „hängen“ in Deutschland, drehte mit dem Künstler, Fotografen und Werbefachmann Charles Wilp einen längst ikonisch gewordenen Werbespot für Afri Cola und arbeitete für den Song „ Black Power“ für den TV Mehrteiler „11 Uhr 20“ mit dem Soundtrackkomponisten Peter Thomas zusammen.

Entscheidend war 1973 ihre Begegnung mit dem Songwriter- und Produzentengespann Giorgio Moroder und Pete Bellote. Bellote produzierte Donna Summers erstes Album „Lady Of The Night“, das zunächst nur in den Niederlanden veröffentlicht wurde. 1975 nach ihrem Wechsel zu Neil Bogarts Casablanca-Label kam ihre Weltkarriere ins Rollen. Mit dem Album und der Single „Love To Love You Baby“, einer 17-minütigen, durch erotisches Stöhnen aufgeladenen Disco-Sinfonie, kam Summer weltweit in die Charts.

Donna Summers Song „I Feel Love“ von dem wiederum von Moroder/Bellote produzierten 1977er Konzeptalbum „I Remember Yesterday“ sollte die Musikwelt nachhaltig ins Wanken bringen. Es war der erste vollelektronische Disco-Song mit Moroders Trademark-Beats und futuristischen Synthesizersounds. In den Liner-Notes zum Rerelease seines Albums „Low“ erinnert sich David Bowie: „Eines Tages in Berlin kam Eno hereingerannt und sagte ,Ich habe den Sound der Zukunft gehört’ und legte ‚I Feel Love’ von Donna Summer auf … ,Das ist es, diese Single wird den Sound der Clubmusik für die nächsten 15 Jahre ändern“.



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