Der Geschenkeguide für Musikliebhaber*innen

Musikexpress Empfiehlt


Kooperation – Noch kein Geschenk für Eure Liebsten? Kein Problem! Wir helfen Euch bei der Entscheidung, das perfekte Präsent für die Musiknerds in der Familie oder im Freundeskreis zu finden. Hier werdet Ihr im Vorlauf zu den Weihnachtstagen immer wieder neue Empfehlungen und Produkte zum Verschenken finden. Die könnt Ihr Euch natürlich auch selber wünschen oder schenken!

Der Geschenkeguide für Musikliebhaber*innen

  • Minor III


    Mit Marshalls Minor III noch länger Musik hören. Auch praktisch: Wird ein Ohrhörer vom Träger herausgenommen, pausiert die Musik automatisch – beim wieder Einstecken ins Ohr geht es nahtlos mit den Lieblingssongs weiter.

  • Motif A.N.C.


    Mit Marshalls Motif A.N.C. lassen sich Umgebungsgeräusche ausblenden, sodass man ganz ungestört in die eigenen Lieblings-Tracks eintauchen kann. Das Level an aktiver Geräuschunterdrückung und Transparenz kann ganz individuell bestimmt werden.


Kritik zum Western „Feinde“: Christian Bale testet die Grenzen des Genres aus

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In einem Streit über das Western-Genre erklärte mir ein geschätzter Kollege unlängst, er habe den Western nie gemocht, weil es darin um das „Zelebrieren von weißer, männlicher Macht“ gehe. Das ist natürlich ein starker Punkt. Aber auch ein ebenso verzerrter und um Revisionismus bemühter Blick wie das markige Statement im amerikanischen Punkrock in den frühen 80ern: John Wayne was a Nazi.

Feinde – Hostiles – Trailer (deutsch/german; FSK 12) auf YouTube ansehen

Im Western wimmelt es von gebrochenen Figuren, die Unverzeihliches verbrochen haben, nicht zuletzt der von Wayne gespielte Rassist Ethan Edwards, den John Ford in „The Searchers“ aus der Gesellschaft ausstößt. Nicht einmal der altruistische Akt der Rettung seiner Nichte kann verhindern, dass sich am Ende die Tür vor dem ewig Getriebenen schließt. Er muss draußen bleiben, weil in einem zivilisierten Amerika kein Platz ist für ihn, der für die Urbarmachung des Landes gemordet und geplündert hat. Der Western ist – neben dem Musical – das größte amerikanische Genre, nicht weil er weiße Überlegenheit feiert, sondern weil er Amerika den Spiegel vorhält und es ihn in dieser Form nur im Kino geben kann: eine weiße Leinwand, die der Filmemacher innerhalb der gegebenen Parameter füllen kann, um Ideale, Träume und Wünsche neu zu evaluieren.

Grenzenloser Hass auf Indianer

Dass der Western im Jahr 2018 anders aussieht als vor 100 Jahren, als das Genre geboren wurde – noch vor der Großen Depression und dem Zweiten Weltkrieg – ist ein Attest für die Vitalität der Form: Waynes Figur in „The Searchers“ ist auch deshalb ein guter Anhaltspunkt, weil Captain Joseph J. Blocker, die von Christian Bale gespielte Hauptfigur in Scott Coopers’ „Feinde – Hostiles“, unmittelbar nach Ethan Edwards geformt scheint: ein mit allen Wassern gewaschener Karrieresoldat und Kriegsheld, dessen Hass auf die Indianer nach zwei Jahrzehnten unentwegter Kämpfe mit mehreren Stämmen keine Grenzen kennt.

Dass er nun auf eine letzte Mission in die Weiten der Frontier geschickt wird, um ausgerechnet einem ältlichen ehemaligen Cheyenne-Häuptling sicheres Geleit in das Herkunftsland seiner Väter zu gewähren, ist, als würde man auf einem offenen Pulverfass mit drei brennenden Fackeln jonglieren: Man weiß, dass es hochgehen wird. Aber wie sich die Geschichte entwickelt, wie diese harten Männer auf die Probe gestellt und ihre Überzeugungen getestet werden, das kann nur ein Western so erzählen. Ein Western aus dem Jahr 2018 wohlgemerkt, der auch daran rüttelt, wofür das Genre in den letzten 100 Jahren gestanden hat.

„Feinde – Hostiles“ startet am 31. Mai in den deutschen Kinos. 

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