FKA Twigs nutzte Lockdown, um an neuem Album zu arbeiten

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FKA Twigs hat während des Lockdowns an einem neuen Album gearbeitet. Dies teilte die Künstlerin nun gegenüber der „Programs at Home“-Serie des GRAMMY Museums mit. So habe sie die Corona-bedingten Einschränkungen dafür genutzt, einen Nachfolger zu dem 2019 erschienenen MAGDALENE fertigzuschreiben.

„Ich habe mich eines Tages einfach dazu entschieden. Es war zu einem Drittel fertig und ich habe mich einfach aufgerafft und es gemacht. Das war wirklich toll, weil ich hauptsächlich mit dem super Künstler und Produzent El Guincho zusammengearbeitet habe und das ganze Ding mit den anderen Featuregästen über FaceTime erstellte.“

„Ich habe mit Leuten gearbeitet, die ich noch nie getroffen habe und wir haben alles über FaceTime gemacht. Das war toll, weil ich vorerst nicht ins Studio gehen konnte. Daher habe ich tagsüber Beats und Melodien von El Guincho bekommen und nachts meine Freunde aus Amerika angerufen, die Musik machen. Dann habe ich ein Glas Wein getrunken, mich entspannt, Songtexte geschrieben und darüber gesprochen, was die Songs bedeuten.“

„Also war es möglich, alles von meinem Handy aus zu machen und ich hatte eine tolle Zeit. Ich denke, mein Körper hat ein wenig darunter gelitten, weil ich nicht so viel trainieren konnte, wie ich es sonst tue. Aber ich habe gelernt, Klavier zu spielen und kann jetzt Noten lesen!“

Wann genau die neue Musik erscheinen wird, ist bislang noch nicht bekannt.

Zuletzt startete die Künstlerin eine GoFundMe-Kampagne für Sexarbeiter*innen, um diese während der Corona-Pandemie finanziell zu unterstützen. Darüber hinaus veröffentlichte die Londoner Musikerin gemeinsam mit dem Rapper 645AR den Song „Sum Bout U“. In dem zugehörigen Musikvideo spielt sie selbst ein Camgirl.

Seht hier den Clip zu „Sum Bout U“:

FKA Twigs jüngstes Album MAGDALENE erschien 2019 und wurde vom Musikexpress mit 5 von 6 möglichen Sternen bewertet. ME-Redakteur schrieb passend dazu: „Kaum ein Song behält über die gesamte Strecke seine Struktur bei, immer findet Twigs einen interessanteren Seitenweg. Das erinnert ans Musiktheater, an Kunst-Musik. Allein die Stimme ist ein Kunstwerk, Gesang nicht als normativer Selbstzweck, weil man das halt so macht im Pop, sondern als ein wichtiges Gestaltungselement der komplexen Musikkonstruktionen.“ Lest hier die ganze Rezension.

Hört MAGDALENE hier im Stream:


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