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Album der Woche

FKA Twigs Magdalene


Young Turks/XL/Beggars/Indigo (VÖ: 8.11.)

Ein Zeichen für die Superstarwerdung, oder für das Superstarwerdenwollen, einer Künstlerin ist oft die Anzahl der beteiligten Produzenten an einem Album. Je mehr, desto Superstar. Auf MAGDALENE, dem zweiten Album von Tahliah Barnett aka FKA Twigs, gibt es wieder mehr Produzenten als Tracks, darunter Nicolas Jaar, Oneohtrix Point Never, Jack Antonoff und Skrillex.

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Nur Arca ist nicht dabei, das venezolanische Produzentenwunder, das 2014 drei Tracks auf dem Twigs-Debütalbum LP1 eine experimentelle Note verliehen hat. Was nicht heißen soll, dass MAGDALENE weniger ambitioniert wäre als die früheren Arbeiten von FKA Twigs. Es ist sogar noch ambitionierter. Wofür auch die lange Entstehungszeit der Songs spricht, sie wurden zwischen 2016 und 2019 aufgenommen.

MAGDALENE zeigt aber auch, dass man die Engländerin Anfang des Jahrzehnts vielleicht zu Unrecht in der Future-R’n’B/Neo-Soul-Schublade abgelegt hat, denn ihre Tracks weisen weit über das dominierende Genre des aktuellen Jahrzehnts hinaus. Es gibt pastorale Kompositionen, frakturierte Elektronik-Sounds, Störfaktoren, Ambientflächen, Verweise auf die moderne klassische Musik, Erinnerungen an Kate Bush, was das musikalische Gewirbel und den Gesang betrifft.

Kaum ein Song behält über die gesamte Strecke seine Struktur bei, immer findet Twigs einen interessanteren Seitenweg. Das erinnert ans Musiktheater, an Kunst-Musik. Allein die Stimme ist ein Kunstwerk, Gesang nicht als normativer Selbstzweck, weil man das halt so macht im Pop, sondern als ein wichtiges Gestaltungselement der komplexen Musikkonstruktionen. Und wem haben wir dieses Album zu verdanken? Dem gebrochenen Herzen von Tahliah Barnett. Danke, Robert Pattinson.


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Auch die Schweden wissen: Dream Pop ist einfach das beste Genre, um sich zu den albtraumartigen Gefühlsschichten runterzubuddeln.


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