„Game Of Thrones“: Das dachte Sean Bean, als Ned Stark starb

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Die Hinrichtung von Ned Stark in „Game Of Thrones“ bewegte die Zuschauer*innen der HBO-Serie wie kaum ein anderer Augenblick der Show. Und das tat er, weil von diesem Moment an klar war, dass dieses „Lied von Eis und Feuer“ aufs Ganze gehen würde.

Schauspieler Sean Bean verrät nun, dass er der Szene mit einer ganz eigenen emotionalen Stimmung den Stempel aufdrückte. Dem Mimen ging nämlich so einiges durch den Kopf – bevor seine Figur ihn verlor.

Sean Bean denkt noch immer an die Szene

Nachdem kürzlich das Geheimnis darüber gelüftet wurde, was tatsächlich Neds letzte Worte waren, erzählt Bean nun was ungesagt blieb. In einem Gespräch mit „Entertainment Weekly“, anlässlich seines neuen „Apple TV+“-Animationsfilms „Wolfwalkers“, sprach er über die Dreharbeiten zu seiner letzten „Game Of Thrones“-Folge.

So berichtet der 61-Jährige von der Vielzahl an Emotionen, die er kurz vor seinem Serientod empfand: „Es war Horror und Unglaube – dass Joffrey seine Meinung geändert hat [über die Verbannung von Ned] – und dann Resignation und [die Erkenntnis, dass er] seine Tochter Arya zum letzten Mal sieht.“

Sean Bean vermutet, dass es insbesondere diese breite Palette an Emotionen war, welche die Szene so ausdrucksstark machte: „Ich habe versucht, an alle vier [Dinge] zu denken. Es war nicht nur: ‚Oh Gott, mir wird der Kopf abgehackt.‘ Diese Mischung von Gefühlen ist es, die es zu dem gemacht hat, was es war, nehme ich an.“

Die schockierende Szene in der 2011 erschienenen Episode „Baelor“ ist auch für Bean selbst eine seiner denkwürdigsten Momente in der Serie. Dabei war der Schauspieler gerade einmal nur für neun Episoden in „Game Of Thrones“ zu sehen.

Todesszene benötigte einen ganzen Drehtag

Ganz einfach zu drehen war all dies aber nicht, meint Bean. So dauerte es einen gesamten Drehtag, bis die Szene endlich im Kasten war. Dabei war von ihm volle Konzentration gefragt: „Man muss sich einfach auf die Tatsache konzentrieren, dass man dabei ist, seinem Tod zu begegnen, ohne dabei herumzualbern.“

Der Schauspieler vermutet auch scherzend, dass sein gutes Aussehen etwas damit zu tun hatte, dass die Szene schließlich so gefeiert wurde: „Ich war zu der Zeit ziemlich heiß, also hat das wahrscheinlich geholfen.“

Er lobt aber auch die Schauspielleistungen seiner Co-Stars: „Und die Reaktionen von allen anderen waren fantastisch – Cersei und die Kinder. Es war sehr bewegend und die Szene hatte viel Pathos. Dann legte ich meinen Kopf in den Block und war für den Tag fertig.“

Ned Starks letzte Worte

Nach vielen Spekulationen erfuhren Fans erst kürzlich, was Ned tatsächlich leise vor sich hinflüsterte, bevor ihm Ser Ilyn Payne den Kopf abtrennte. Fans vermuteten ursprünglich, dass es sich bei den letzten Worten um das Mantra der Serie handelte: „Valar Morghulis“. Gemeint ist damit eine stille Akzeptanz, dass alle Menschen sterben müssen.

Andere Theorien besagten, dass er mit seinen finalen Äußerungen seiner geliebten toten Schwester Lyanna versicherte, sein Versprechen gehalten zu haben, Jons wahre Targaryen-Abstammung niemals zu enthüllen.

Bean erklärte jedoch der „Huffington Post“, dass es viel weniger spektakulär gewesen sei: „Ich dachte nur: ‚Was würdest du tun, wenn das wirklich passieren würde?‘ Du würdest wahrscheinlich beten. Du würdest wahrscheinlich ein paar Worte murmeln und es still für dich behalten.“

Sean Beans neuer Film „Wolfwakers“ kann bei Apple TV+ gestreamt werden.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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