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Geheimtipp: Vox Reas veträumter Indie-Pop aus Kanada

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Mit Einflüssen von Arcade Fire bis hin zu Friedrich Nietzsche pendelt die kanadische Band Vox Rea mit wallender Wucht zwischen nostalgischem Noir-Pop und groovigen Synthie-Welten.

Die Band, bestehend aus Kate Kurdyak, ihrer Schwester Lauren Kurdyak, der besten Freundin aus Kindertagen Kaitlyn Hansen-Boucher und dem Berklee-Alumni Mitchell Schaumberg, erzählen in ihrer Musik von den Verwirrungen und der Euphorie des Erwachsenwerdens in einer postmodernen Welt. Das selbstbetitelte Debütalbum der Band, welches noch diesen Sommer erscheint, beschreibt die Odyssee einer Gruppe von Künstler*innen, die versuchen mit dem Platz ihrer Generation in der Geschichte zurechtzukommen.

VOX REAs verhexte Klangwälder

Mit ihren mystischen Streicharrangements, überirdischen Harmonien und tief introspektiven Texten malen Vox Rea in ihrer Debütsingle „Dose Me Up“ eine fantastische Märchenwelt, wie es zuletzt der jungen Lana Del Rey gelang. An diesem Sound feilen die Musiker*innen schon seit Jahren. Die drei Musikerinnen schlossen sich nämlich erstmalig als The Katherines zusammen und erzielten mit ihrem Debütalbum TO BRING YOU MY HEART bereits über eine Million Spotify-Streams.

Das Grundgerüst der Band wurzelt jedoch tiefer. So sind die beide Kurdyak-Schwestern Akademikerinnen und studierten während ihrer Suche nach dem einzigartigen Sound an einer abgelegenen Liberal-Arts-Uni in den Bergen Kanadas – Kate Philosophie und Lauren Ökologie.

Seither folgte auf die Debütsingle „Dose Me Up“ bereits der zweite Track „Sinatra“, sowie die swingige Indie-Nummer „Reset“.

Was bedeutet es wirklich frei zu sein?

Dem Nomaden-Dasein verfallen, versammelt das kommende Album Eindrücke aus aller Welt. Geschrieben wurde VOX REA in Vancouver, Toronto, Berlin, Montreal und Boston und aufgenommen in einem Studio in den verschneiten Wäldern von Quebec. Für die Produktion war unter anderem Derek Hoffman (The Elwins) und auch Multi-Platin-Produzent Joel Stouffer von der Elektro-Pop-Band Dragonette am Werk.

Inhaltlich umgarnt die Platte ein dorniges Gewächs aus Exzess und feierlicher Selbstreflexion, stets auf der wundersam-wankenden Suche nach dem wahren Wert der Freiheit. Diese Gruppe sollte man unbedingt im Auge behalten.


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