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Gelöscht: MySpace verliert über 50 Millionen Tracks

50 Millionen Songs, 14 Millionen Künstler, 12 Jahre Uploadzeitraum – all das ist nun für immer verschluckt worden. Das Ur-Soziale-Netzwerk MySpace hat durch eine missglückte Server-Umstellung Großteile seines musikalischen Archivs verloren. Auch sämtliche Fotos und Videos sind betroffen – nur hatten die auf die meisten Nutzer wohl keinen so gewaltigen Einfluss wie die üppigen Musiksammlungen, die in der Hochphase auf MySpace veröffentlicht wurden. Künstler wie die Arctic Monkeys oder Kate Nash, aber auch zahllose Rapper, wagten hier ihre ersten Gehversuche und buhlten um neue Fans. Es sind also nicht nur Hobby-Demos, sondern tatsächlich auch Dokumentationen von Popstar-Karrieren im digitalen Jenseits gelandet.

Der Vorfall führt uns mal wieder vor Augen, wie sehr wir uns mittlerweile auf Internet-Datenbanken verlassen. Nicht auszuschließen, dass in Zukunft etwas Ähnliches bei populäreren Netzwerken wie Soundcloud oder YouTube geschehen könnte. Mittlerweile gibt es auch Stimmen, die dem Datenverlust skeptisch gegenüberstehen. „Flagrante Inkompetenz ist vielleicht schlechte PR, aber es klingt immer noch besser als das Eingeständnis, sich nicht mehr um Kosten und das Speichern von 50 Millionen alten MP3s kümmern zu wollen“, schreibt beispielsweise der amerikanische Technik-Blogger Andy Baio auf Twitter. Zugegeben, wirklich aktive Nutzer hat MySpace schon seit vielen Jahren nicht mehr verzeichnen können. Mark Zuckerbergs Tech-Gigant Facebook hatte dem Netzwerk schon früh den Rang abgelaufen.

Für (Hobby-)Musiker dürfte jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen sein, nochmal ihre Festplatten auf Back-Ups zu checken. Nur so eine Idee.


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