Highlight: Streaming-Dienste für Musik im Vergleich

30 Jahre World Wide Web: Mit diesen 10 Erfindungen hat das Internet die Musikwelt verändert

Man liebt es oder man hasst es, aber man kommt nicht mehr ohne aus – das Internet. Die einen sehnen sich nach den Zeiten zurück, als man auf längeren Autofahrten noch Karten lesen musste, um den Weg zu finden und Plattenhändlern unverständlich vorsummen musste, welchen Song man da gerade wohl im Radio gehört hat und nun unbedingt kaufen will. Andere genießen es, Siri nach der besten Route zu fragen und das Handy an den Lautsprecher zu halten, um herauszufinden, welcher Song dort gerade gespielt wird.

War das Internet ursprünglich von Sir Tim Berners-Lee für Wissenschaftler zur besseren Kommunikation entwickelt worden, wird es heute von weit mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung genutzt. In einem offenen Brief zum 30-jährigen Geburtstag des Internets warnte sein Erfinder vor Gefahren wie Datenmissbrauch, Hassreden und Zensur. Dabei hat es uns in den vergangenen 30 Jahren auch viel Gutes gebracht. Zum Beispiel die folgenden Erfindungen, durch die das Internet die Popmusik und ihre Rezeption maßgeblich beeinflusste.

Napster (2003)

Als erster Peer-to-Peer-Dienst ermöglichte Napster Benutzern das gegenseitige Senden von Musik in Form von MP3-Dateien. Obwohl es nur etwa drei Jahre kostenlos war, hatte Napster 80 Millionen registrierte Benutzer und die Hoffnung, Musik kostenlos für jedermann zugänglich zu machen. Das war allerdings Diebstahl und so machte Napster eine ganze Generation zu Kriminellen.

Kooperation

MySpace – eine neue Verbindung von Musikern und Fans (2003)

Seit Tom Anderson den Datenspeicher-Dienst zu einer Community gemacht hat, liegt der Schwerpunkt von MySpace auf Musik. Anderson nutzte seine Kontakte zu Künstlern und Bands und überzeugte sie davon, sich auf der Seite anzumelden. Damit wurde es möglich, dass Bands und Fans miteinander in Kontakt treten und Musiker sich international untereinander zusammenschließen und ihren Fans kostenlos Musik bereitstellen konnten. Die Arctic Monkeys gelten als erste Band, die dem Portal ihren Durchbruch zu verdanken hat.

YouTube (2005)

Eine der vielleicht größten Veränderungen für die Musikszene (und die Welt) ist YouTube. Unbekannte Musiker können ihre Videos hochstellen und so entdeckt werden, Mitschnitte von Konzerten können hochgeladen werden und Musik und Musikvideos – prinzipiell – kostenlos angehört und angesehen werden. Jede Minute kommen übrigens rund 400 Stunden Videomaterial hinzu.

Spotify und andere Streaming-Dienste (2006)

Musik zu hören, immer und überall. Das ermöglichen Spotify und Co. Ob im Bus, im Auto oder während man mit Kopfhörern im Ohr über die Straße geht und dabei fast überfahren wird, weil man abgelenkt ist und nicht nach rechts und links geguckt hat. Könnte man als negativ bewerten, aber ein bisschen weniger schlimm wird ein Beinbruch ja, wenn die Musik, die man dabei gehört hat, echt gut war.

Blogs – wenn die persönlichen Gedanken weltweit gelesen werden können

Wenn Freunde und Familie nicht die gleiche Musik hören wie man selbst, ist es heutzutage möglich, seine Meinung auf Blogs zu veröffentlichen und so jedermann, überall auf der Welt mit dem gleichen Musikgeschmack zu erreichen und sich auszutauschen. Und wenn man selbst nicht aktiv werden möchte, kann man sich bei anderen Blogs informieren und natürlich auch mit dem Betreiber diskutieren, wenn der über die eigene Lieblingsband herzieht.

Social Media – Facebook, Instagram und Twitter (2004, 2010 und 2006)

Ohne Social Media geht heutzutage gar nichts mehr. Welcher Internetnutzer ist nicht mindestens bei einem der genannten Dienste angemeldet? Für Musiker bieten sie die perfekte Möglichkeit, ihre Fans direkt zu erreichen, sie auf dem neuesten Stand zu halten und an ihrem Leben teilhaben zu lassen – auch ohne Label, PR-Agenturen und, äh, Journalisten.


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Soundcloud (2007)

Soundcloud ist ein bisschen wie MySpace, aber ohne die amateurhafte Aufmachung. Die Seite bietet Demos von bekannten Künstlern, kleinen Garagen-Bands und Starproduzenten und gibt Musikern die Möglichkeit, Musik in jedem Stadium der Fertigstellung zu veröffentlichen – und zwar sofort.

Shazam (2002)

„Weißt du welcher Song das ist? Hmm hm hmmm hm hm?“ Fragen wie diese gehören zum Glück der Vergangenheit an. Heute nutzt man einfach eine App, um herauszufinden, welches Lied gerade im Radio, im Club, im Restaurant oder in der Mall im Hintergrund gespielt wird und erspart uns lästiges Gesumme, das eh keiner versteht.

Internationale Zusammenarbeiten von Musikern

Durch das Internet ist es auch für die Künstler viel einfacher geworden, miteinander zu arbeiten, auch über weite Entfernungen hinweg und machen es möglich, dass unsere Lieblingskünstler Songs zusammen singen, ohne Langstreckenflüge antreten zu müssen oder sich jemals gesehen zu haben. Wenn die Songs dann gut sind, soll es uns nur recht sein. Nicht nur zu diesem Thema empfehlenswert: die Avicii-Doku „True Stories“ auf Netflix.

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