Highlight: Arctic Monkeys: Das sind ihre 15 besten Songs

2009-2019

15 bemerkenswerte Alben, die 2019 ihr Zehnjähriges feiern

2019 ist noch recht jung und hatte bereits sein erstes großes Social Meme: Die #TenYearChallenge ließ Millionen von Instagram- und Twitter-Usern in den (digitalen) Fotoalben kramen und ihre größten Frisur- und Modesünden aus der Vergangenheit auch noch online mit der Weltöffentlichkeit teilen.

Uns hätte viel eher interessiert, was bei all den Nachwuchs- und Möchtegern-Influencern damals auf dem iPod Nano in Dauerschleife lief. Schließlich war 2009 ein wirklich ansehnliches Popjahr, in dem unter anderem diese 15 bemerkenswerten Platten veröffentlicht wurden, an die wir uns für Euch noch einmal erinnern:

White Lies – TO LOSE MY LIFE

Das Trio aus dem Londoner Vorort Ealing schrieb eine dieser klassischen britischen Aufstiegsgeschichten: Mit nur einem Song auf ihrer MySpace-Seite, „Death“, sorgten White Lies für einen solchen Buzz, dass ihr allererstes Konzert zu einem Stelldichein der wichtigsten Plattenlabels der Insel wurde. Nach einem nur vier Songs knappen Set unterschrieben sie noch am selben Abend einen Vertrag beim The-Cure-Heimlabel Fiction und stürmten mit ihrem kurz darauf produzierten Debütalbum TO LOSE MY LIFE an die UK-Chartspitze. Songs wie „Farewell To The Fairground“ und „The Price Of Love“ wurden trotz ihrer oftmals morbiden Atmosphäre zu Hits. An den frühen Erfolg sollten White Lies jedoch mit keinem ihrer drei folgenden Alben anschließen können. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 4/6

Pläne für 2019? Ihr fünftes Album, kreativ FIVE benannt, erscheint am 1. Februar.

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The Horrors – PRIMARY COLOURS

Mit einem solchen Album hatte wohl niemand gerechnet. Die 2006 als Hochglanz-Gothpunks über die Musikwelt hergefallenen Londoner sparten bereits auf ihrem zweiten Album PRIMARY COLOURS an Haarspray und Kajal und investierten das gesparte Geld in eine Burg aus Synthesizern und Effektpedalen. Zusammen mit Musikvideo-Regisseur Chris Cunningham und Portishead-Mastermind Geoff Barrow erschufen The Horrors ein Meisterwerk aus Kraut, Psychedelia und Shoegaze, das nicht nur der NME zum Album des Jahres 2009 wählte. Die Bandbreite an Dynamiken, Rhythmen und Atmosphären, die sie zwischen Songs wie „Scarlet Fields“ und „New Ice Age“ anwenden, der Reichtum an Raum und Zeit, den sie auf „Sea Within A Sea“ nutzen, lassen PRIMARY COLOURS auch ein Jahrzehnt später als das Ausnahmewerk der Horrors herausstechen. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 4/6

Pläne für 2019? Feiern im Mai PRIMARY COLOURS‘ Zehnjähriges mit einem Jubiläumskonzert in Londons Royal Albert Hall.

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Grizzly Bear – VECKATIMEST

Das Album, das die Kritikerlieblinge in den Fokus des Mainstreams schob. Das liegt nicht nur daran, dass die Band um Ed Droste auf VECKATIMEST ihren stets nach pittoresk eingerichteten Kaffeehaus-Pop perfektionierten, sondern mit „Two Weeks“ auch einen Über-Hit beinhaltete, der seitdem gefühlt jede zweite gut durchdachte Werbung und jeden Film, in dem Zach Braff irgendeine Rolle einnimmt, untermalt. Mit ihrem dritten Album schafften Grizzly Bear übrigens auch den Sprung in die deutschen Album-Charts, wenn auch nur auf Platz 99. In den ME-Jahrescharts sah es da wesentlich besser aus: VECKATIMEST wurde zur zweitbesten Platte des Jahres 2009 gewählt. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 5/6

Pläne für 2019? Machen nach ihrem 2017er-Album PAINTED RUINS und anschließender ausgiebiger Welttour erst einmal eine Pause.

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Phoenix – WOLFGANG AMADEUS PHOENIX

Über eine Million verkaufter Kopien, Grammy für das „Best Alternative Music Album“, Platz 6 in den ME-Jahrescharts – keine Frage, mit WOLFGANG AMADEUS PHOENIX haben sich die Franzosen ihr Denkmal in der Geschichte der modernen Popmusik gebaut. Im Sommer 2009 verfolgten einen „1901“ und „Lisztomania“ auf Schritt und Tritt, vor Thomas Mars‘ nasaler Stimme war schlichtweg kein Entkommen. Mit Kumpel und Lieblingsproduzent Philippe Zdar erschufen Phoenix ein Album, das gleichzeitig so französisch und doch so international wirkte wie nur irgendwie möglich. In jedem brummenden und fiepsenden Synthesizer, in jedem Drum-Break steckt das junge Erbe des French-House, der der Popmusik in den 1990ern den subtilen Funk wiedergab. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 5/6

Pläne für 2019? Spielen im April in Japan, im Mai in Mexiko.

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Kasabian – WEST RYDER PAUPER LUNATIC ASYLUM

Das Album, mit dem die Lads aus Leicester die Größe erreichten, in der sie sich seit der Bandgründung 1997 selbst sahen. WEST RYDER PAUPER LUNATIC ASYLUM verkaufte sich alleine im UK über 800.000 Mal, erklomm die Chartsspitze und warf mit „Fire“ den Hit ab, der bis heute jedes ihrer Konzerte abschließt und nach Toren ihres geliebten Leicester City FC aus den Boxen des Stadions plärrt. Auch die folgenden drei Studioalben landeten auf Platz 1 der UK-Charts und Kasabian auch außerhalb der Insel ganz oben auf den Postern der größten Festivals. So viel Attitütde wurde auch vom ME belohnt – und zwar mit Platz 7 bei der Wahl zur Platte des Jahres 2009. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 5/6

Pläne für 2019? Machen nach Album Nummer 6, FOR CRYING OUT LOUD (2017), aktuell Pause.

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Florence + The Machine – LUNGS

Wer sich 2019 noch darüber wundert, dass Florence + The Machines Sängerin Florence Welch es zum weltweiten Superstar und Festival-Headliner gebracht hat, scheint die vergangene Dekade unter einem Stein verbracht zu haben. Denn bereits ihr Debüt LUNGS sorgte dafür, dass Welch einen fulminanten Einstieg in die Popwelt hinlegte: Platz 1 der UK-Charts, „Best British Album“ bei den Brit Awards, weit über 3 Millionen verkaufter Exemplare weltweit (davon 64.000 gleich in der ersten Verkaufswoche im UK). Dazu eine ganze Reihe Hits, die heute noch so zeitlos klingen wie vor 10 Jahren: „Dog Days Are Over“, „Rabbit Heart“ und nicht zuletzt „You’ve Got The Love“ – allein diese drei Songs rechtfertigen ihre Weltkarriere. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 3/6

Pläne für 2019? Mit ihrem aktuellen Album HIGH AS HOPE auf Welttournee.

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Arctic Monkeys – HUMBUG

Der Wendepunkt in der Karriere des „Don’t Believe The Hype“-Hypes. Nach zwei flotten, Haken schlagenden Alben – darunter das am schnellsten und meistverkaufte Debütalbum der britischen Musikgeschichte – wechselten Alex Turner und Co. den klebrigen Pub- gegen den sandigen Wüstenboden und Großbritannien gegen die USA. In New York und besonders in Josh Hommes Rancho de la Luna arbeiteten sich die Monkeys ihren Weg heraus aus ihrer Post-Adoleszenz, lernten Songs mehr Luft zu lassen („Fire And The Thud“, „The Jeweller’s Hand“) und Risiken einzugehen. Einen Blick zurück gab es danach für das Quartett nicht mehr. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 4/6

Pläne für 2019? Australien- und Südamerika-Tour im Frühjahr, großer Favorit für ein Glastonbury-Headliner-Slot im Sommer.

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Jamie T – KINGS AND QUEENS

Eines dieser Alben, das noch immer etwas unterschätzt wird ob seiner Vertrackt- und Querköpfigkeit. Dabei ist Jamie Ts zweites Album so divers und voll mit Eindrücken und Bildern, wie es das Leben im Schatten der schicken Ecken des Londoner Stadtteils Wimbledon eben ist. Jamie T rappt, singt und schrammelt sich auf KINGS AND QUEENS durch sein eigenes Leben aus Angstzuständen, Suchtpotenzial und komplizierten Lieb- und Freundschaften. Im UK hat ihn das bis auf Platz 2 der Charts gebracht – auch wenn ihm das selbst sicherlich am wenigsten interessiert hat. Viel wichtiger ist es ihm, dass seine Geschichten auch noch in zehn oder zwanzig Jahren gehört und wertgeschätzt werden. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 4/6

Pläne für 2019? Ist im Studio, der Nachfolger von TRICK (2016) könnte uns also bald überraschen.

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Jay-Z – THE BLUEPRINT 3

Hiernach durfte sich Jay-Z endgültig zurücklehnen und sich alles erlauben. Nicht nur schloss der HipHop-Mogul mit THE BLUEPRINT 3 seine bereits zweite Album-Trilogie ab, sondern erreichte mit seinem elften Studiowerk zum elften Mal die Spitze der US-Charts – und brach damit einen für die Ewigkeit gedachten Rekord des „Kings“, Elvis Presley. Obendrein fügte Jay-Z dem Kulturgut New York Citys ein Stück hinzu, das bis in alle Zeiten mit dem „Big Apple“ assoziiert wird: „Empire State Of Mind“ ist beim jüngeren, urbanen Publikum DIE Hymne auf die Metropole am Hudson. Denn Jay-Z verkörpert wie kaum ein anderer die Zeile von Ol‘ Frankie Boy Sinatra: „If I can make it here, I’ll make it anywhere…“

ME-Sternefaktor damals: 3/6

Pläne für 2019? Zählt wahrscheinlich noch immer das Geld, das Ehefrau Beyoncé und er mit der „On The Run II“-Tour eingenommen haben – und überlegt sich dann, ob er in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingreift.

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Them Crooked Vultures – THEM CROOKED VULTURES

Josh Homme, John Paul Jones, Dave Grohl – ein Supertrio, das so absurd-utopisch klingt, als entspränge es aus dem Fiebertraum eines „Rocks“-Magazin-Abonnenten. Und doch gibt beziehungsweise gab es eine Band, die aus genau diesen drei Typen bestand: Them Crooked Vultures. Seit 2005 heckten QOTSA-Boss Homme (Gitarre), Foo-Fighters-Vorsteher Grohl (Drums) und Led-Zeppelin-Legende Jones (Bass) ein Album aus, das den Hardrock erneuern sollte. Das selbstbetitelte Album kommt einer Dampfwalze gleich und dürfte ein großes Trostpflaster für die sein, die kein Ticket für das Led-Zep-Reunion-Konzert 2007 hatten. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 4/6

Pläne für 2019? Haha, schön wär’s.

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Gossip – MUSIC FOR MEN

Das Indie-Äquivalent zu David Hasselhoff? Ja, doch, so darf man Gossip ruhig bezeichnen. Das Queer-Rock-Trio verdankt diesen Status natürlich „Heavy Cross“, dem Song, der zur meistverkauften internationalen (knapp eine halbe Million Mal) und der am längsten in den Charts verbliebenen Single (97 Wochen!) in Deutschland avancierte – und das ohne auch nur eine Woche auf Platz 1 verbracht zu haben. Eine in aller Hinsicht erstaunliche Leistung. Doch bei all dem One-Hit-Wonder-Hype um „Heavy Cross“ kam das dazugehörige Album MUSIC FOR MEN glatt etwas zu kurz. Produziert von Rick Rubin, gelang Gossip mit ihrem vierten Studioalbum ein neuer, erfrischender Aufguss des End-Siebziger-Disco-Rocks. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 5/6

Pläne für 2019? Gaben Anfang 2016 ihre Trennung bekannt, für eine baldige Reunion gibt es keine Anzeichen.

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Mumford & Sons – SIGH NO MORE

Kaum eine Band wird aktuell so leidenschaftlich von Kritikern verachtet wie die ehemaligen Folkzottel um den namensgebenden Marcus Mumford. Was dabei viele Fans vergessen: Bereits ihr Debüt SIGH NO MORE wurde äußerst kontrovers besprochen. Die Hipster-Bibel „Pitchfork“ gab vernichtende 2.1/10, das „Spin Magazine“ wiederum 8/10, dazwischen gab es viele durchschnittliche Bewertungen, etwa vom „Guardian“. Der kommerzielle Erfolg gab SIGH NO MORE jedoch mehr als recht: Allein in den USA verkaufte sich das Album weit über 3 Millionen Mal, bei den Brit Awards gab es den Preis für das beste Album des Jahres. (Dominik Sliskovic)

ME-Sternefaktor damals: 5/6

Pläne für 2019? Spielen sich mit ihrem aktuellen Album DELTA (2018) einmal um die Welt, gastieren unter anderem beim Hurricane/Southside in Deutschland.

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Anthony & The Johnsons – THE CRYING LIGHT

Das Prinzip Nahbarkeit als Erfolgsgarant im Pop entdeckte der englische Chansonnier Antony Hegarty nicht erst auf THE CRYING LIGHT, dem dritten Album von Antony And The Johnsons, er hatte es bereits 2000 kultiviert: „I am very happy, so please hurt me“, wünschte sich Hegarty in der Mörderkitschballade „Cripple And Starfish“. Fünf Jahre, zwei Alben und eine EP später, war das Drama zum Programm geworden. Hegarty, dieser physisch so unscheinbare Kerl, der schon damals keiner war, lachte, weinte, tanzte und fiel danieder – und mit THE CRYING LIGHT hatte diese inszenierte Nahbarkeit ihren mächtigen Höhepunkt erreicht. Sie funktionierte, einmal mehr, wie Kondolenzkarten – als Vermittler der eigenen Sprachlosigkeit. (Fabian Soethof)

ME-Sternefaktor damals: 5/6

Pläne für 2019? 2017 erschien, ein Jahr nach HOPELESSNESS (auf dem sich Hegarty der Musikwelt als Trans-Frau Anohni vorstellte), die „Paradise“-EP, 2018 kuratierte und präsentierte Anohni eine Ausstellung in Kopenhagen. Eine neue Platte wäre fantastisch, dürfte ihrem bisherigen Rhythmus nach aber noch mindestens ein Jahr auf sich warten lassen.

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Kollegah & Farid Bang – JUNG BRUTAL GUTAUSSEHEND

Das Ende des ECHO, es begann wahrscheinlich hier: Kollegah und Farid Bang taten sich 2009 das erste Mal auf einem Album zusammen und pöbelten ordentlich los. Zwar noch nicht so hochwertig produziert wie der Trilogie-Abschluss 2017, dessen unnötig menschenverachtende Auschwitz-Zeile Wochenlang für Schlagzeilen sorgte. Was alle Teile der „Jung, brutal, gutaussehend“-Reihe gemeinsam haben: Sie sind mittlerweile indiziert. (Daniel Krüger)

ME-Sternefaktor damals: keine Besprechung

Pläne für 2019? Bilden sich hoffentlich weiter weiter.

Unsere Platten des Monats 2009

  • Januar: Glasvegas – GLASVEGAS
  • Februar: Anthony & The Johnsons – THE CRYING LIGHT
  • März: Morrissey – YEARS OF REFUSAL
  • April: Bonnie „Prince“ Billy – BEWARE
  • Mai: Scott Matthew – THERE IS AN OCEAN THAT DIVIDES AND WITH MY LONGING I CAN CHARGE IT WITH A VOLTAGE THAT’S SO VIOLENT TO CROSS IT COULD MEAN DEATH
  • Juni: Grizzly Bear – VECKATIMEST
  • Juli: Wilco – WILCO (THE ALBUM)
  • August: Julian Plenti – JULIAN PLENTI IS SKYSCRAPER
  • September: Jamie T – KINGS & QUEENS
  • Oktober: Why? – ESKIMO SNOW
  • November: The Flaming Lips – EMBRYONIC
  • Dezember: Devendra Banhart – WHAT WILL WE BE

Unser Album des Jahres 2009

The xx – THE XX

Er ereignet sich immer wieder, so als folgte dieser Mechanismus einem Naturgesetz: Der Pop entledigt sich einer Sache, indem er eine andere, die möglichst weit entfernt von der einen ist, als das große, neue Ding präsentiert. Dass The xx aber nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums innerhalb kurzer Zeit mit einer auch nach Indie-Maßstäben eher unkommerziellen Musik zu den großen Lieblingen diverser Szenen wurden, erstaunte dann doch ein bisschen. Bei Indie muss was passieren, wenn schon die Songs scheiße sind: Strophe-Refrain-Strophe-heroisches-Gitarrensolo-Abgang-danke.

Bei The xx passierte bei oberflächlichem Hinhören und -sehen: nichts. Keine Zurschaustellung heterosexuell geprägter Sexualität, die über das klischierte Medium Rockmusik transportiert werden soll, sondern ein wunderbar zurückhaltender Minimalismus in entkernten Liedern, dazu ein paar dezente Beats aus den Maschinen von Jamie xx, die sich noch nicht ganz trauten, ihre Herkunft aus dem gerade auch schon wieder in Auflösung befindlichen Dubstep zuzugeben.

Manche wollten in diesen Liedern eine soundästhetische Verwandtschaft zu Young Marble Giants erkannt haben, andere hörten dekonstruierten R’n’B, der auf The-xx-Vorbilder wie Aaliyah und Rihanna verwies. Ein Debütalbum voll Elektronik-infiziertem Indie-Pop, das in den buntesten Schwarz-Weiß-Tönen schillerte. Oder anders gesagt, The xx spielten auf ihrem Debütalbum so ziemlich das genaue Gegenteil des Nuller-Jahre-Indie-Rock, der nach einer kurzen Hochphase schnell fett, pompös und zum nichtssagenden Rock-Rock geworden war. (Albert Koch)

ME-Sternefaktor damals: 5/6

Pläne für 2019? Nach ihrem Nummer-1-Album I SEE YOU, das im ME 2017 zur Platte des Jahres gewählt wurde, und der obligatorischen Welttour, gönnt sich die Band eine Pause (voneinander). Vielleicht nutzt Jamie xx die Zeit ja für den Nachfolger seines herausragenden Soloalbums IN COLOUR (2015).

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