Harvey Weinstein beteuert mit neuem Statement seine Unschuld

Der unter des Verdachts der Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs stehende Filmproduzent Harvey Weinstein hat zum wiederholten Mal seine Unschuld beteuert.

In einem von Weinsteins Anwalt Ben Brafman aufgesetzten Statement, das an das Filmmagazin Deadline gesendet wurde, werden die Anschuldigungen der Schauspielerin Rose McGowan „eine kühne Lüge“ genannt. McGowan war eine der ersten Frauen, die die mutmaßlichen Sexualstraftaten Weinsteins öffentlich gemacht haben. Sie behauptet, vom einflussreichen Filmproduzenten 1997 während des Sundance Film Festivals missbraucht worden zu sein.

Weinstein-Anwalt Brafman hat dem Statement zwei Mails angehangen, die die Unschuld seines Mandanten versichern sollen: eine stammt von Ben Affleck, der – gut drei Monate bevor McGowan an die Öffentlichkeit ging – schrieb, Rose McGowan habe ihm nie von den angeblichen Übergriffen erzählt. Die zweite Mail stammt, so behauptet Brafman, von McGowans ehemaliger Managerin Jill Messick, der die Schauspielerin von einvernehmlichen Sex mit Weinstein berichtet habe.

„Als wir uns am folgenden Tag (nach dem angeblichen Missbrauch in Sundance, Anm.) trafen, erzählte sie mir zögerlich, aber von sich aus, dass sie während des Meetings in der vergangenen Nacht in eine heiße Badewanne mit Mr. Weinstein gestiegen sei. Sie machte sehr deutlich, dass sie das einvernehmlich tat und es im Nachhinein etwas war, was sie bereute.“

Rose McGowan reagierte auf das neue Statement aus dem Weinstein-Lager mit einem Tweet, den wir lieber nicht übersetzen, da er auch so verständlich genug ist:


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