Harvey Weinstein möglicherweise mit Coronavirus infiziert

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Harvey Weinstein, einstiger Hollywood-Mogul und seit März 2020 verurteilter Sexualstraftäter, könnte sich eventuell im Gefängnis mit COVID-19 infiziert haben. Wie das US-amerikanische Newsportal „TMZ“ berichtet, leide der 68-Jährige aktuell unter sehr hohem Fieber. Ein Coronatest sei bereits erfolgt, bislang liegen aber noch keine Testergebnisse vor.

Bestätigt hat dies Harvey Weinsteins Vertreterin Judith Engelmayer. Sie sagte zu der US-amerikanischen Tageszeitung „USA Today“, dass Weinstein nun „genau überwacht“ werde, sie aber „weder bestätigen noch dementieren“ möchte, ob es sich um eine Coronainfektion handelt. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Weinstein mit dem Virus infiziert haben könnte. Bereits im März berichteten mehrere US-Medien, dass er positiv auf COVID-19 getestet und daraufhin im Rikers Island isoliert wurde. Das Gefängnis im US-Bundesstaat meldete zu der Zeit, dass sich mehr als 40 Häftlinge infiziert hätten.

Stark geschwächtes Immunsystem

Wegen seines stark geschwächten Immunsystems zählt Weinstein zur Risikogruppe – eine COVID-19-Erkrankung könnte somit schnell gefährlich für ihn werden. Erst im Februar dieses Jahres kam er wegen Bluthochdruck ins Krankenhaus. Auch Engelmayer bestätigte, dass er „zahlreiche Krankheiten und Beschwerden“ habe. Dazu zählen eine Herzerkrankung, Stenose der Wirbelsäule und noch immer der zu hohe Blutdruck.

Seit 2017 berichteten zahlreiche Schauspielerinnen, von Harvey Weinstein vergewaltigt oder sexuell belästigt worden zu sein. Die daraus entstandene MeToo-Bewegung ermutigte Millionen von Frauen ihr Schweigen zu brechen und über sexuellen Missbrauch zu sprechen. Im Februar 2020 wurde Weinstein schließlich in den Anklagepunkten Vergewaltigung und sexuelle Nötigung für schuldig erklärt. Im März folgte dann das offizielle Urteil: 23 Jahre Haft. Bei einer möglichen Freilassung wäre Weinstein 91 Jahre alt.


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