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„Marvel’s The Offenders“: So verspottet „Family Guy“ Harvey Weinstein und Kevin Spacey

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Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich „Family Guy“-Schöpfer Seth MacFarlane der mutmaßlichen Täter annimmt, die 2017 die #metoo-Debatte ausgelöst haben. Harvey Weinstein hat laut Berichten und Aussagen mehr als 90 Frauen sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt, Kevin Spaceys Karriere wurde im Herbst 2017 schlagartig beendet, als herauskam, dass er einen Minderjährigen in den 80ern zum Sex zwingen wollte.

Weitere prominente Belästiger im Filmgeschäft sind Brett Ratner, Matt Lauer und James Toback – alle werden nun von MacFarlane aufs Korn genommen. Dazu noch Roman Polanski, der in den 70ern einer 13-Jährigen Drogen gab und dann mit ihr schlief, und Bill Cosby, der zuletzt ebenfalls von einem Gericht verurteilt wurde. Er hat einer Frau Betäubungsmittel eingeflößt und sich dann an ihr vergangen. Woody Allen sitzt ebenfalls am Tisch.

In der US-Serie „Family Guy“, in der MacFarlane seit jeher bitterbösen Humor mit aktuellen Themen der Gesellschaft verbindet, bilden diese Gefallenen Hollywood-Macher nun eine bizarre Superheldentruppe: „Marvel’s The Offenders“. Der Titel ist eine Anspielung auf die aktuell beliebten Franchises „The Avengers“ (im Kino) und „The Defenders“ (auf Netflix). Na okay, in der Serie wird Marvel zu Marbel.

In einer kurzen Sequenz, in der die „Family Guy“-Hauptfigur mit seinen Freunden Fernsehen schaut, werden die Offenders eingeblendet. Bill Cosby gibt den Nick Fury (der in Marvel-Filmen von Samuel L. Jackson gespielt wird) und stellt seine Truppe vor. Am Ende stampft Harvey Weinstein im Bademantel und als Hulk-Parodie in den Raum. Statt „Hulk Smash“ sagt er allerdings „Harvey Shower“, eine Anspielung darauf, dass Harvey Weinstein junge Models und Schauspielerinnen oft zum gemeinsamen Duschen mit ihm zwingen wollte.

Den Clip könnt Ihr Euch hier anschauen:

Family Guy – Marvel’s The Offenders auf YouTube ansehen

Seth MacFarlane wusste von befreundeten Schauspielerinnen wohl schon länger von den Belästigungen durch Weinstein und Kevin Spacey. Bereits 2005 gab es in „Family Guy“ eine Anspielung auf Spaceys Vorliebe für minderjährige Männer, bei der Verlesung der Oscar-Nominierten wies MacFarlane auch darauf hin, dass die Nominierten Frauen ab sofort nicht mehr so tun müssten als seien sie an Harvey Weinstein interessiert.

https://www.youtube.com/watch?v=KCNvREKTnQc


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