Herzplatten

The Kinks

Lola Versus Powerman And The Moneygoround, Part One (1970)

Das meistunterschätzte Album der Kinks: Neben Hasstiraden auf das Musikbiz und Songs, in denen Ray Davies den modernen Menschen zum Affen degradiert („Apeman“) und sich selbst zum Mond schießt („This Time Tomorrow“), schreibt er eine Ode an den hassgeliebten Bruder Dave („A Long Way From Home“). Der antwortet mit „Strangers“, dem vielleicht schönsten aller Kinks-Stücke.

Graham Parker

Squeezing Out Sparks (1979)

„No one’s going to illuminate you / All the odds are stacked against you.“ Nach zwei kommerziell gescheiterten Platten ging’s für Graham Parker um die Wurst. Der Druck schlug sich in zehn paranoid zwischen Pub Rock und Working-Class-Punk hin und her hetzenden Songs nieder. Eine der dringlichsten Rockplatten der Siebziger.

Mr. Bungle

California (1999)

Auf ihrem letzten Album bündeln Mr. Bungle ihren kreativen Wahnsinn zu zehn fast konventionellen Kompositionen. Fast konventionell: Die melodischen und stilistischen Sprünge, die das Sextett vollzieht, lassen jede Prog-Rock-Band alt aussehen. Die Platte, die Brian Wilson und Frank Zappa nie aufgenommen haben.

Imperial Teen

Seasick (1996)

Während sich Mike Patton mit Mr. Bungle vergnügte, gründete Faith-No-More-Keyboarder Roddy Bottum das gemischtgeschlechtliche Indie-Rock-Quartett Imperial Teen, das ein Album voller Songs, so süß und luftig wie Zuckerwatte, einspielte. Den dilettantischen Charme des Debüts konnte die Band später nie replizieren. Reiner Reitsamer

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