Jefferson Airplane – Surrealistic Pillow

Erschienen: 1. Februar 1967

Wenn es denn ein Album gibt, das diesen nicht fassbaren „Spirit Of’67“ atmet, dann ist es gewiss Surrealistic Pillow: Die Protagonisten – Paul Kantner, Jorma Kaukonen, Jack Casady, Spencer Dryden, Marty Balin und, als Neuzugang, GraceSlick – hausten zusammen in einer viktorianischen Villa in San Franciscos Fulton Street, hantierten mit allerlei angeblich bewusstseinserweiterndem Zeug, schrieben außergewöhnliche, aus Blues, Folk und Rock schöpfende Songs mit abgedrehten Sounds und dem Zeitgeist entsprechend-durchgeknallten Texten. 8000 Dollar kostete die Band dieses binnen 13 Tagen aufgenommene, narkotische Meisterwerk, das mit „Somebody To Love“ und der „Alice In Wonderland“-Drogen-Pastich e“White Rabbit“ zwei Top-10-Hits abwarf, die zu Hymnen der sogenannten Cegenkultur avancierten. So populärwaren diese Instant-Klassiker, dass viele fast überhörten, wie durchgangig großartig diese LP als Ganzes ist – und dass der heimliche Höhepunkt die anmutige Folk-Ballade „Comin‘ Back To Me“ ist.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.