Jim Morrison: Vor 30 Jahren starb Jim Morrison

Der gern als Galionsfigur der Gegenkultur verklärte Sänger des kalifornischen Quartetts The Doors wollte seine Ruhe haben, Zeit zum Schreiben,“kein verdammter Rockstar mehr sein“, lebend diesem Labyrinth aus Alkohol und Acid, Blues und Business entkommen. Er verschwand nach Paris – wenig später lebte er nicht mehr. Jim Morrison starb vor 30 Jahren, am 1. Juli 1971, unter bis heute nicht völlig geklärten Umständen. Man fand ihn tot in der Badewanne. Er war 27 Jahre alt. Morrison (geb. am 8.12.1943 in Melbourne/Florida), Ray Manzarek, Robbie Krieger und John Densmore spielten von 1966 bis 1971 sechs Studio-LPs und eine Liveplatte ein, dunkle Manifeste gegen den „Let the sunshine in“-Traum der Hippies. „Mich interessieren Rebellion, Unordnung und Chaos“, sagte Morrison, der sich eher als Poet sah denn als Sänger, gleichwohl aufstieg zum Sexsymbol in schwarzer Lederkluft, und der, während Blumenkinder „love & peace“ predigten, Songs über Verdammnis und Tod, Inzest und Exzess schrieb. Dass sein Leben einem Tanz auf dem Drahtseil glich, befeuerte zwar den Kult um seine Person, zerstörte aber ihn und die Band. Doch die Musik des dunklen Rebellen hat Spuren hinterlassen. Und die Frage, ob James Douglas Morrison Schamane war oder Scharlatan, Dichter oder Dilettant, ist längst hinfällig…

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